SYmbolbild

Köln | Nordrhein-Westfalen startet mit der Impfung gegen Affenpocken. Immunisiert werden allerdings nur Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko. NRW ist das erste Bundesland, das mit den Impfungen gegen Affenpocken beginnt.

Die Städte und Kreise in NRW wurden über die Impfung gegen das Affenpockenvirus informiert. Verimpft wird der Impfstoff JYNNEOS®/Imvanex®. Dieser Impfstoff ist für die Impfung gegen Pocken von der EMA – der europäischen Arzneimittelagentur – zugelassen. Das NRW-Gesundheitsministerium schreibt zu dem Impfstoff: „Nach derzeitiger Kenntnislage schützt dieser Impfstoff vor einer Infektion mit Affenpocken.“ Die Impfungen sollen in dieser Woche starten.

Hier wird geimpft

Impfen werden die HIV-/Infektionsambulanzen der Universitätskliniken und teilnehmenden HIV/STI-Schwerpunktpraxen. Geimpft werden Menschen, die dem Affenpockenvirus ausgesetzt waren oder Männer mit einer hohen Anzahl an gleichgeschlechtlichen sexuellen Kontakten und folglich einem hohen Risiko für sexuell übertragbare Erkrankungen.

Die Gesundheitsämter sind involviert

Bei Menschen, die in Kontakt mit Personen mit Affenpocken waren, wird das Gesundheitsamt im Rahmen der Kontaktnachverfolgung die Personen informieren, die sich impfen lassen können. Um Menschen mit besonderem Ansteckungsrisiko zu erreichen werden die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW und die Aidshilfe NRW aktiv. Die Impfungen sind kostenfrei. Die Entscheidung wer geimpft wird treffen die Impfärztìnnen.

Zudem erklärt das NRW-Gesundheitsministeriums: „In medizinisch begründeten dringenden Einzelfällen, insbesondere bei einem nachgewiesenen engen Kontakt zu einer Person mit einer Affenpockeninfektion, können bereits jetzt an den Universitätskliniken in Aachen, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Essen, Münster und Köln Impfungen gegen Affenpocken erfolgen.“

Der Impfstoff

7.300 Dosen des Impfstoffs werden vom Bund für NRW zur Verfügung gestellt und sind bereits im zentralen Impfstofflager des Landes angekommen. Weitere 200.000 Dosen sollen im Laufe des III. Quartals NRW erreichen.

Das RKI schätzt die Gefährdung der Gesundheit der breiten Bevölkerung derzeit als gering ein. Affenpocken sind eine Viruserkrankung, die sich vor allem mit Symptomen, wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und einem Ausschlag mit Bläschen oder Pusteln äußert. Die Erkrankung wird von Mensch zu Mensch bei engem Körperkontakt (Kontakt mit Körperflüssigkeiten und den typischen Hautveränderungen) mit einer infizierten Person übertragen.

red01