Das Symbolbild zeigt das Vakkzin von Biontech/Pfizer.

Berlin | dts | Nach dem Protest gegen die Kontingentierung von Biontech-Impfdosen erhalten die Arztpraxen in Deutschland nun 48 statt 30 Einheiten für eine Woche.

„Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat uns soeben darüber informiert, dass die Liefermenge für Biontech-Impfstoffe in der nächsten Woche um eine Million Dosen erhöht wird“, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). „Die Arztpraxen können morgen am Dienstag bis 14 Uhr statt sonst bis 12 Uhr bestellen oder bereits erfolgte Bestellungen aufstocken“, so Preis weiter.

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Spahn hatte die Lieferung von Biontech-Impfstoff an Hausärzte auf 30 Dosen pro Woche gedeckelt, weil zuerst Moderna-Dosen genutzt werden sollten, die drohen zu verfallen. Das hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Gesundheitsminister fordern Ende der Kontingentierung von Biontech   

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat den Bund geschlossen aufgefordert, die angekündigte Kontingentierung von Biontech für Arztpraxen und Impfzentren schnellstmöglich aufzuheben. „Die Fortschritte bei den Impfungen dürfen wir nicht durch schlechte Kommunikation und überhastete Kontingentierung gefährden“, sagte der GMK-Vorsitzende und bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Montag in München nach der Sitzung. „Die kurzfristig angekündigte Kontingentierung von Biontech ist absolut inakzeptabel.“

Die Minister haben den Bund daher aufgefordert, ausreichend Impfstoff, vor allem von Biontech, zur Verfügung zu stellen und die Kontingentierung schnellstmöglich wieder aufzuheben. Die GMK-Mitglieder hätten sich darauf in einer Videokonferenz „einstimmig“ geeinigt, wie es hieß. Die Gesundheitsminister waren sich demnach auch einig, dass das Gesundheitsministerium „jede Möglichkeit nutzen soll, weitere Mengen an Impfstoff von Biontech kurzfristig über die EU zu akquirieren und diesen sofort in die Regelversorgung zu geben oder bereits zugesagte Lieferungen vorzuziehen“.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) riefen die Minister auf, „zeitnah ihre Empfehlungen zur Kreuzimpfung zu präzisieren und zu konkretisieren“, auch das Paul-Ehrlich-Institut solle „eine aktualisierte Information zu Kreuzimpfungen zur Verfügung“ stellen. Spahn hatte die Lieferung von Biontech-Impfstoff an Hausärzte auf 30 Dosen pro Woche gedeckelt, weil zuerst Moderna-Dosen genutzt werden sollten, die drohen zu verfallen.

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