Düsseldorf | Es wird dreidimensional in den Museen von Nordrhein-Westfalen: Im neuen Jahr widmen sowohl die Kunstsammlung NRW in Düsseldorf als auch das Museum Folkwang in Essen der Bildhauerei große Ausstellungen. In Essen wird erstmals Thomas Schütters Skulpturenserie „Frauen“ vollständig zu sehen sein. Aber auch Fotografie und die Werke deutscher Künstler bilden einen Schwerpunkt im Ausstellungsjahr 2013. Ein Highlight sind die Fotografien von Candida Höfer im Museum Kunstpalast in Düsseldorf.

Düsseldorfer Künstler haben in den vergangenen knapp 70 Jahren die Entwicklung der Bildhauerei beeinflusst. Das will die Ausstellung der Kunstsammlung NRW „Die Bildhauer. Kunstakademie Düsseldorf, 1945 bis heute“ in drei Ausstellungshallen im K20 Grabbeplatz verdeutlichen. Vom 20. Februar bis 28. Juli werden dort Skulpturen von 53 Künstlern ausgestellt, die an der Akademie lehrten oder studierten – unter ihnen Joseph Beuys, Tony Cragg und Isa Genzken. Mit „Alexander Calder – Avantgarde in Bewegung“ zeigt die Kunstsammlung vom 7. September bis 12. Januar außerdem Werke von einem der wichtigsten amerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Calders Skulpturen entwickelten sich in den 30er und 40er Jahren zu Mobiles. In der Ausstellung sollen sie zusammen mit experimenteller Musik aus luftiger Höhe auf die Besucher wirken.

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Auch das Museum Folkwang in Essen nimmt sich in diesem Jahr der Bildhauerei an: Mit Thomas Schütter stellt dort einer der bedeutendsten Bildhauer seiner Generation aus (21. September bis 12. Januar). Doch erst einmal startet das Museum mit der Ausstellung „Kairo. Offene Stadt – Neue Bilder einer andauernden Revolution“ (2. März bis 5. Mai) ein Ausstellungsexperiment. Mit Fotos und Videos von Journalisten, Aktivisten und Künstlern soll die Geschichte der ägyptischen Revolution bis heute erzählt werden.

Picasso-Museum widmet sich Frankreich

Im September kaufte das Museum Ludwig in Köln das Man-Ray-Archiv des Ehepaares Gruber, das mit dem Künstler Man Ray befreundet war. Nun zeigt es vom 31. Januar bis 5. Mai die Werke des amerikanischen Fotografen in der Ausstellung „Man Ray. L. Fritz Gruber Archiv. Das besondere Archiv einer außergewöhnlichen Freundschaft“. Ray machte Porträts bedeutender Künstler wie Pablo Picasso, Max Ernst und Jean Cocteau, und gilt als einer der größten Fotokünstler des 20. Jahrhunderts.

Im Picasso-Museum in Münster steht die Wahlheimat des Spaniers im Mittelpunkt: Frankreich. Ausstellungen zum Werk der Maler Georges Braque (26. Januar bis 28. April), Camille Pissarro (7. September bis 17. November) und Henri Matisse (23. November bis 16. Februar) zeigen vor allem Lithografien, Radierungen und Grafiken. In der Retrospektive „Willy Ronis“ (4. Mai bis 1. September) zeigt das Museum Bilder aus 60 Jahren Schaffenszeit des französischen Fotografen.

Um Fotografie geht es vom 14. September bis 9. Februar auch im Museum Kunstpalast in Düsseldorf: Dort zeigt eine Retrospektive rund 100 Werke der Fotografin Candida Höfer, die in den vergangenen vier Jahrzehnten in Düsseldorf entstanden sind. Höfer gehört wie Andreas Gursky und Thomas Ruff zur ersten Generation der Fotoklasse von Bernd und Hilla Becher.

Das Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal zeigt vom 3. März bis zum 26. Mai die Ausstellung „Tatjana Valsang – Archipel“. Die abstrakten, großformatigen Bilder entstanden in den Jahren 2009 bis 2012.

Die Bundeskunsthalle Bonn ergründet mit Skulpturen, Gemälden, Fotos, Film- und Videokunst den Mythos Kleopatra. Die Ausstellung vom 28. Juni bis 6. Oktober zeigt den Wandel in der Darstellung der ägyptischen Herrscherin.

Autor: Kathrin Aldenhoff, dapd

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