Zum Start des neuen Ausbildungsjahres warb Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Guntram Schneider für mehr Ausbildungsverhältnisse im Land. „Die Lücke zwischen angebotenen Ausbildungsplätzen und Bewerberinnen und Bewerbern ist zwar kleiner geworden, dennoch sind immer noch zu viele Jugendliche unversorgt“, so der Minister. Aktuell blieben 21.156 Bewerber bislang ohne Ausbildungsplatz. Gleichzeitig seien 14.900 Ausbildungsplätze noch unbesetzt. „Die Kammern und Unternehmen suchen wegen des sich zuspitzenden Fachkräftemangels händeringend Nachwuchs“, Schneider weiter. Ein Grund für die hohe Zahl an freien Ausbildungsstellen sei, dass den Jugendlichen viele der 250 Ausbildungsberufe gar nicht bekannt seien. Nach Angaben des Ministeriums leide besonders das Handwerk unter der Problematik.

Sparkasse, Bahn und Stadt freuten sich über Bewerberandrang
Von diesen Problemen scheinbar unbetroffen, zeigte sich heute die Deutsche Bahn. Sichtlich enthusiastisch stimmte Bahnchef Grube seine neuen „Lehrlinge“ auf die Arbeit im „Spitzenunternehmen“ Deutsche Bahn ein. „Unsere neuen Auszubildenden gehören nun zu den mehr als 10.000 DB-Nachwuchskräften in Deutschland“, so Grube. „Wir nehmen unsere gesellschaftspolitische Verantwortung ernst– sowohl während als auch nach der Ausbildung. Weit über 90 Prozent der DB-Azubis wurden bisher nach ihrem Abschluss im Konzern übernommen. Sie erhalten hier einen sicheren Arbeitsplatz mit interessanten Perspektiven sowie verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten in einem zukunftsfähigen Markt.“

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Auch die Sparkasse KölnBonn hatte gut Lachen: 1.945 Bewerber meldeten sich auf 81 Stellen. Mit den „Neuen“ kann die Abteilung KölnBonn ab sofort stolz auf insgesamt 248 Auszubildende blicken. Mit diesen Zahlen gewappnet ist die Sparkassen-Finanzgruppe der mit Abstand größte Ausbilder in der Deutschen Wirtschaft. Nach eigenen Angaben ist jeder zweite junge Mensch, der sich in Deutschland für eine Banklehre entscheidet, hat seine Ausbildungsstelle bei einer Sparkasse oder Landesbank.
 
Stadtdirektor Guido Kahlen begrüßte heute in der Innenstadt 105 Auszubildende und 91 Praktikanten. Die Nachwuchskräfte werden ab dem 1.8. die Stadt Köln mit ihrer Arbeit unterstützen. Für 19 verschiedene Berufsbilder meldeten sich insgesamt 4.065 Bewerber. Angeboten wurden Lehren in den Bereichen Stadtinspektorenanwärter, Fachinformatiker, medizinische Fachangestellte, Servicefachkräfte für Dialogmarketing, Gärtner, Köche, Metallbauer, Straßenwärter, Tischler, Vermessungstechniker, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste und Immobilienkaufleute.

[ez]

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