Quelle: Stadt Köln

Köln | red | In Köln gibt es zwei Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt. Diese melden einen Anstieg von 7,9 Prozent bei dokumentierter Gewalt von Männer gegen Frauen in 2020 und in absoluten Zahlen 35 Fälle mehr bei Gewalt von Frauen gegen Männern. Auffallend ist, dass die Meldungen durch die Kölner Polizei an die Interventionsstellen abnehmen, aber die Zahl der Selbstmeldungen zunimmt.

In 2020, dem Corona-Jahr, hat sich die Zahl der Beratungsfälle in Köln leicht um 2,7 Prozent in den Interventionsstellen erhöht. Die Meldungen der Polizei – per Fax – haben um 9,1 Prozent abgenommen. Bei den Opfern von häuslicher Gewalt mit deutscher Staatsangehörigkeit ist ein Anstieg von 5,9 Prozent dokumentiert, bei den anderen Staatsangehörigkeiten erfasst die Statistik einen Rückgang um 19,7 Prozent. Im Corona-Jahr ergänzte die Stadt ihr Angebot in den Frauenhäusern um 5 Wohnungen in denen Frauen die Opfer von häuslicher Gewalt wurden mit Kindern wohnen konnten. Die Stadt spricht von einem bewährten Angebot, denn 47 Frauen mit 44 Kindern konnten so erstversorgt werden. Davon wurden anschließend 19 Frauen in Kölner Frauenhäusern aufgenommen, 8 Frauen wechselten in Frauenhäuser außerhalb von Köln und 8 Frauen brachen die Betreuung ab. Alle anderen Betroffenen konnten in die freigegebene Wohnung zurückkehren oder in einer Einrichtung nach §67 SGB XII aufgenommen werden.

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Der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) beriet im Jahr 2020 insgesamt 37 Männer, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. Davon wurden 33 Opfer von Gewalt, die von Frauen ausging und 4 Männer erlebten Gewalt in anderen Konstellationen.

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