Köln | aktualisiert | Bei einer gezielten Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg auf einem Grundstück in Köln-Porz, Ohmstraße/Ecke Hertzstraße, wurde am heutigen Mittwochmittag, 5. Oktober, eine 250 Kilogramm schwere Bombe englischer Bauart mit Heckzünder gefunden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat den Evakuierungsradius für die Bombenentschärfung in Köln-Porz ausgehend vom Fundort an der Ohmstraße/Ecke Hertzstraße auf rund 400 Meter festgelegt. Von der Evakuierung sind rund 3.800 Personen betroffen. Die Entschärfung der Bombe ist zwischen 17:30 und 18:15 Uhr vorgesehen.

20:15 Uhr > Um 20:12 Uhr meldeten die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, dass der Zünder der Bombe entschärft wurde. Stadt Köln, Polizei Köln und die Bundespolizei werden nun alle Sperrungen rund um die Ohmstraße im Porzer Zentrum nach und nach wieder aufheben. Alle Anwohner und Anlieger können in das gesperrte Gebiet zurückkehren. Auch die unterbrochenen Bus-, DB- und S-Bahn-Strecken werden wieder freigegeben. Das Ordnungsamt der Stadt Köln war mit mehr als 100 Kräften im Einsatz

Werbung

20:00 Uhr > Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes um 19:45 Uhr vom städtischen Ordnungsamt grünes Licht für den Beginn der Bombenentschärfung bekommen. Dies bedeutet, dass das zu evakuierende Gebiet in Köln-Porz frei von Personen ist und alle Straßen gesperrt sind. Auch der Verkehr auf den Bahnstrecken sei nun unterbrochen und die Luftsicherung lässt derzeit keine Flugzeuge mehr über Porz fliegen. Der Beginn der Entschärfung habe sich durch verschiedene Umstände verzögert. Eine Person sei angetroffen worden, die sich trotz mehrfacher Hinweise des Ordnungsdienstes hartnäckig geweigert habe, das gesperrte Gebiet zu verlassen. Erst mit nachdrücklicher Hilfe der Polizei sei die Person aus dem Evakuierungsbereich entfernt worden.

Auch die 37 Krankentransporte sowie eine notwendig gewordene besondere Betreuung von sieben Personen, die gemeinsam in einer Wohngruppe untergebracht waren, sollen längere Zeit in Anspruch genommen haben. Die Fachleute beginne nun damit, den Heckzünder des 5-Zentner-Blindgängers englischer Bauart unschädlich zu machen. Die Bombe soll gut zugängig sein, sie liege auf einem Baugrundstück an der Ohmstraße/Ecke Hertzstraße in einer Tiefe von nur rund 1,50 Metern. Sobald der Kampfmittelbeseitigungsdienst die erfolgreiche Entschärfung der Bombe melde, werden alle Sperrungen von Straßen und Bahnstrecken wieder aufgehoben. Alle Anwohner und Anlieger können dann zurückkehren.

17:50 Uhr > Der erste Rundgangdes Ordnungsamtes durch das zu evakuierende Gebiet im Umfeld der Ohmstraße in Köln-Porz sei weitgehend beendet. Nun schauen die Kollegen des Ordnungsdienstes in einer zweiten Runde nach, ob sich noch jemand in den Häusern oder auf den Straßen und Freiflächen aufhält. Üblicherweise sei der zweite Rundgang und eine abschließende Durchfahrt durch das Gebiet in wesentlich kürzerer Zeit erledigt als die erste Runde. Das Ordnungsamt rechne mit dem Beginn der Bombenentschärfung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst für etwa 18:30 Uhr.

Bereits jetzt seien alle Straßen im zu evakuierenden Bereich gesperrt, auch die Kaiserstraße am südlichen Rand des Sperrradius. Für die Räumung des Bahnhofs Porz sorge die Bundespolizei. Während der Evakuierung mussten für 37 Personen Krankentransporte organisiert werden. In der Anlaufstelle der Lise-Meitner-Gesamtschule sollen sich bisher etwa 60 Personen eingefunden haben.

16:03 Uhr > Die Evakuierung hat begonnen. Die Stadt hat für Anwohner, die während der Evakuierung nicht anderweitig unterkommen können, eine Anlaufstelle in der Mensa der Lise-Meitner-Gesamtschule, Streesemannstraße 36, eingerichtet.

Gesperrt werden müssen folgende Bereiche: im Norden bis zum Friedhof und einem Teil der Alfred-Nobel-Straße, Aachener Straße und Humboldtstraße, im Westen bis hinter das Schulgelände und die direkt angeschlossenen Sportplätze, im Süden bis an die Kaiserstraße – das Bahnhofsgebäude selbst ist nicht betroffen – und im Westen über den Bahndamm hinaus bis in den Bereich der Kaiserstraße. Die Schulleitungen der im Evakuierungsradius liegenden Max-Planck-Realschule und der Kopernikus-Hauptschule in Porz wurden über die notwendige Räumung ihrer Gebäude informiert. Die Senioreneinrichtung in der Königsberger Straße liegt außerhalb des Evakuierungskreises und ist deshalb nicht betroffen.

Die Buslinien 151, 152, 154, 160, 161 und 162 der Kölner Verkehrs-Betriebe, die üblicherweise Haltestellen im gesperrten Bereich anfahren, werden bis zum Abschluss der Bombenentschärfung über Umleitungsstrecken geführt. Züge der S-Bahn-Linie S12 und der Linien RE9 und RB27 halten nicht mehr an der DB-Haltestelle Porz-Rhein. Nach derzeitigem Plan sei die Entschärfung der Bombe zwischen 17:30 und 18:15 Uhr vorgesehen.

14:50 Uhr > Im Evakuierungsradius liegen zwei Schulen: die Max-Planck-Realschule und die Kopernikus- Hauptschule. Das Ordnungsamt werde in Kürze mit dem ersten Rundgang durch das zu evakuierende Gebiet beginnen. Dann werden sukzessive auch die Anliegerstraßen gesperrt. Hauptverkehrsstraßen sowie die durch Porz führende DB- und S-Bahn-Strecke bleiben so lange wie möglich frei. Allerdings müssen die Strecken zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Entschärfung der Bombe ansteht, ebenfalls gesperrt werden.

13:10 Uhr > Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf und das Ordnungsamt der Stadt Köln werden in Kürze vor Ort eintreffen und die weiteren Schritte festlegen, insbesondere zum Evakuierungsradius und zum Zeitplan für die Entschärfung.

Auf dem Grundstück ist der Bau von mehreren Wohnhäusern vorgesehen.

Autor: ib | Karte: mapz.com
Foto: Karte: mapz.com

Werbung