Berlin | Die hohe Nachfrage nach der Rente ab dem 63. Lebensjahr ist auch im vergangenen Jahr ungebrochen gewesen. 2018 seien rund 251.000 Anträge gestellt worden, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf die Deutsche Rentenversicherung. Das seien etwas weniger als im Rekordjahr 2017, als knapp 254.000 Anträge eingegangen seien.

Seit Inkrafttreten der Neuregelung im Juli 2014 verzeichnete Rentenversicherung nach eigenen Angaben fast 1,2 Millionen Anträge. Die Große Koalition hatte in der vergangenen Legislaturperiode die Möglichkeit für Arbeitnehmer geschaffen, nach 45 Versicherungsjahren vorzeitig ab dem 63. Lebensjahr in Rente zu gehen. Phasen der Arbeitslosigkeit werden angerechnet, ebenso wie Zeiten der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen.

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Die Altersgrenze für die Rente ab 63 steigt bis 2029 schrittweise auf 65 Jahre. Die Wirtschaft kritisiert, dass dem Arbeitsmarkt durch die Regelung dringend benötigte Facharbeiter entzogen werden. „Es ist eine der Irrationalitäten der derzeitigen Politik: Wir müssen ausländische Fachkräfte anwerben um dem demografischen Wandel zu begegnen und gleichzeitig frühverrenten wir inländische Fachkräfte abschlagsfrei“, sagte Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), dem „Handelsblatt“.

Die Rente ab 63 entwickele sich zunehmend zur „Wachstumsbremse“.

Autor: dts

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