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Köln | Die Stadt Köln will an der Lanxess Arena impfen mit einer Drive-In-Impfstelle. Jetzt gibt es Forderungen auch Fußgängerinnen und Radfahrerinnen zu berücksichtigen sowie andere Formen zu finden.

Impfzentrum nicht nur für Autofahrer*innen

Bündnis90/Die Grünen Innenstadt und Deutz fordern die Öffnung des Impfzentrums an der Lanxess Arena für Fußgängerinnen und Radfahrerinnen. Sie kritisieren die Drive-Through-Impfung an der Lanxess Arena, weil damit große Teile der Bevölkerung dort ausgeschlossen werden. Zudem befürchten die Bezirkspolitikerinnen durch die geplante Wegführung zu einer hohen Verkehrsbelastung und starken Rückstaus in Deutz führen. Christian Becher (Mitglied im Ortsvorstand der Grünen): „Ein Impfzentrum, das so zentral gelegen und gut mit ÖPNV, zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen ist nur für Autofahrende zu öffnen ist eine völlig unverständliche Entscheidung. Impfmöglichkeiten sollten allen Bürgerinnen, unabhängig vom Autobesitz, gegeben werden.“

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Bike-Drive-In als Vorschlag

Auch der Kölner Fahrradbürgermeister Reinhold Goss stellt fest, dass in einer Innenstadt mit über 120.000 Menschen und in der 60 Prozent der Haushalte kein Auto angemeldet haben, ein Drive-In für Autos kaum als ein bürgernahes Angebot gesehen werden könne. Er schlägt einen Bike-Drive-In etwa im Rahmen der nächsten Critical Mass vor: „Anlässlich der kommenden Critical Mass (CM) am Freitag, zu der hunderte Radfahrende durch Köln fahren werden, rege ich den Start eine Corona Mass Vaccination (CMV) in Form eines Bike-Drive-Ins an, das gerne auch von Fußgänger*innen genutzt werden darf und soll. Dieser besondere Bike-Drive-In soll zunächst im Theodor-Heuss-Park durch Sperrung der Clever Straße eingerichtet und dann an die Tiefgarage am Dom und von dort ins neue Fahrradparkhaus der Universität zu Köln verlegt werden. All diese Stationen lassen sich einfach einrichten und sind gut erreichen.“

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