Brings um Frontmann Peter Brings feierten in der Lanxess-Arena eine rockige Maiparty. Foto: Bopp

Köln | Vor 12.000 Besuchern in der Lanxess-Arena feierte Brings eine große und umjubelte Mai-Party 2.0. Es war das erste große Konzert der Kölschrocker in der Heimat seit vier Jahren.

Nach der langen Zeit ohne Liveauftritte wegen der Coronapandemie war Frontmann Peter Brings aufgeregt. „Ich habe ehrlich gesagt drei Nächte nicht geschlafen, ich war wirklich total nervös. Die Zeit ohne Gigs kam mir vor wie zehn Jahre. Ich bin froh, dass wir heute Abend feiern können.“

So startete die Band ihr dreistündiges Konzert mit „Mir sin widder do“ und der Rhythmussportgruppe aus Düsseldorf. „Wir halten überhaupt nichts vom Köln-Düsseldorf-Bashing, sondern stehen gemeinsam auf der Bühne“, betonte Peter.

Foto aus den Katakomben der Lanxess-Arena: Brings machte vor dem Konzert ein Foto der Band. Foto: Brings

Nicht nur die Newcomer aus der Landeshauptstadt waren dabei, sondern auch Kölner Größen. Carolin Kebekus und Martin Klempnow als Dennis aus Hürth gaben sich auf der Bühne die Ehre und sangen mit Brings. Besonders Klempnow begeisterte mit einem blauen Glitzeranzug und neongrünen Schuhen.

Brings spielten viele Klassiker

Die Fans freuten sich über viele Klassiker wie „Poppe Kaate Danze“, „Sünderlein“, „Superjeile zick“, „Halleluja“, „Polka, Polka, Polka“, oder den „Kölschen Jung“. Trotzdem vergaßen Brings es nicht, auch aktuelle Themen anzusprechen. So präsentierten die Kölner beim Heimspiel das Lied „14. Juli“ in Erinnerung an die Flutkatastrophe im Ahrtal.

„Natürlich wollen wir heute alle in den Mai feiern, verdrängen und vergessen. Aber wir sollten nicht vergessen, was für ein Scheiß derzeit auf unserem Planeten los ist. Da gerät das Drama in der Eifel in den Hintergrund. Dabei brauchen die Menschen dort immer noch große Hilfe“, weiß Stefan Brings.

Und auch der schreckliche Krieg in der Ukraine kam zur Sprache: „Wir brauchen keinen Krieg, wir brauchen keinen Fuck-Putin. Wir wollen das Leben genießen, einfach mal frei sein. Drei Stunden die ganze Scheiße vergessen“, betonte Peter Brings und schrie vor dem Song „Die Liebe gewinnt“: „Feiert euer Leben.“

Brings rockten drei Stunden in der Lanxess-Arena. Foto: Bopp

Das taten die Besucher und schunkelten, klatschten, lachten, umarmten sich und sangen ohne Maske die Songs mit.

Pünktlich um Mitternacht spielte Brings dann „Der Mai ist gekommen“, dazu kam ein riesiger Baum von der Decke auf die Bühne geschwebt und mit viel Konfetti geschmückt wurde. „Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut“, sagte Brings lachend.

Mit „Heimjon“ endete dann eine grandiose Mai-Party. Brings, dessen Mutter und Ehefrau in der Arena live dabei waren, war sichtlich gerührt: „Wir danken für eine wunderbare Nacht. Danke Köln. Wir sind sicher, dass die nächste Karnevalssession stattfinden wird.“