Das Pressefoto zeigt die Aktion im rechtsrheinischen Köln der Aktivist:innen zum Mietenstopp am 15. Juni 2024. | Foto: Hans Jörg Depel

Köln | Sechs Jahre lang dürfen die Mieten in Köln nicht steigen. Mit dieser Forderung lud ein Bündnis in Köln zum bundesweiten Aktionstag der Kampagne Mietenstopp, der auch in anderen deutschen Großstädten stattfand.

Dem Kölner Bündnis, die sich am gestrigen Samstag engagierten, gehören an:
• Initiative Recht auf Stadt Köln
• Teilnehmer:innen vom DGB und vom Kölner Mieterverein
• Willkommensinitiative Wohnen Wagen
• Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot und Stadtzerstörung
und andere Gruppen am bundesweiten Aktionstag der Kampagne Mietenstopp.

Teil der Kampagne Mietenstopp sind Mieterinitiativen aus ganz Deutschland, aber auch Verbände wie der Deutsche Mieterbund, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die AWO oder der Paritätische Wohlfahrtsverband. Die Aktivist:innen trafen sich am gestrigen Samstag um 11.11 Uhr am rechtsrheinischen Rheinboulevard und machten auf die Wohnungsnot in Köln aufmerksam.

„In Köln sind die Mieten in den letzten acht Jahren um 41,70 Prozent gestiegen. Kostete ein Quadratmeter 2016 noch 10 Euro, mussten Anfang 2024 bereits 14,17 Euro gezahlt werden. Die Bundesregierung hat noch etwas mehr als ein Jahr Zeit, den Mieterinnen und Mietern mit einem sechsjährigen Mietenstopp eine Atempause zu verschaffen“, so Kalle Gerigk.


Das Bündnis fordert den Bau neuer und bezahlbarer Wohnungen in Köln, vor allem öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau. Auch die Einführung einer neuen Wohngemeinnützigkeit steht auf der Agenda der Aktivist:innen sowie die Verlängerung der Mietpreisbremse. Investoren sollten von Kommunen stärker auf das Gemeinwohl verpflichtet werden.

Die Forderung nach einem sechsjährigen Mietenstopp wird verbunden mit der Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Zudem soll Mietwucher effektiver bekämpft werden. Die Klimawende müsse sozial verträglich gestaltet werden.