Köln | Das Bündnis „Köln gegen Rechts“ will sich im Oktober 2015 den „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) in den Weg stellen. Diese planen zum Jahrestag des ersten HoGeSa-Treffens am 26. Oktober 2014 eine Neuauflage der damals gewalttätigen Kundgebung. Das Bündnis „Köln gegen Rechts“ kritisiert die schleppende Aufarbeitung der Vorgänge aus 2014 durch das Innenministerium, Polizei und Gerichte.

So heißt es in einer Mitteilung: „Am 26. Oktober jährt sich der gewalttätige Aufmarsch von Nazis und Hooligans in Köln, bei dem diese in der Kölner Innenstadt nahezu ungehindert Passant*innen und Journalist*innen angreifen, ungeahndet den Hitlergruß zeigen und braune Parolen skandieren konnten. Eine angemessene Aufarbeitung durch Polizei, Innenministerium oder vor Gericht fand bisher nicht statt. Die politische Dimension wurde verharmlost. Und das obwohl Innenminister Jäger nach anfänglichem Erschrecken über die Exzesse in Köln die „neue Formation von Hooligans und Rechtsextremisten“ benannte und schlussfolgerte, „wir müssen die Verwaltungsgerichte überzeugen, solche Veranstaltungen künftig zu verbieten“.“

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Das Bündnis „Köln gegen Rechts“ wirft HoGeSa, Pegida und Co. Vor ein rassistisches Weltbild zu verbreiten. Jetzt will man den Aufmarsch am 26. Oktober 2015 verhindern: „Das Bündnis „Köln gegen Rechts“ fordert daher alle solidarischen Gruppen und Einzelpersonen auf, sich diesem Aufruf anzuschließen und mit uns zusammen im Oktober HoGeSa 2.0 zu verhindern.“

Autor: ag
Foto: Hooligans auf dem HoGeSa Treffen 2014

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