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Berlin | dts/aktualisiert | Zum ersten Mal in der Geschichte der CDU Deutschlands dürfen die Mitglieder über den künftigen Parteichef abstimmen. Der CDU-Vorstand gab am Dienstag nach Teilnehmerangaben grünes Licht für eine entsprechende Forderung, die zuletzt die Kreisvorsitzenden der Partei am Samstag mit großer Mehrheit beschlossen hatten. Die formale Wahl des neuen Vorsitzenden soll nach dem Mitgliederentscheid dann auf einem Parteitag am 21. und 22. Januar in Hannover stattfinden.

Nach der historischen Schlappe zur Bundestagswahl hatte Noch-Parteichef Armin Laschet sein Amt quasi neu ausgeschrieben. Offiziell beworben hat sich um die Nachfolge bislang noch niemand, aber es ist kein Geheimnis, dass Friedrich Merz, Norbert Röttgen und Jens Spahn großes Interesse haben. Auch Ralph Brinkhaus und Carsten Linnemann werden entsprechende Ambitionen nachgesagt.

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Laschet: Mitgliederbefragung soll einmalig sein

Die Mitgliederbefragung zur CDU-Vorsitzwahl soll nach den Worten von Noch-Parteichef Armin Laschet eine einmalige Sache bleiben. „Die Bundespartei will dies – wir werden nicht die Satzung ändern – einmalig so machen, dass wir die Mitglieder befragen, wie denn die Neuaufstellung jetzt erfolgen soll“, sagte er am Mittwochnachmittag. „In der Phase, in der im Moment die CDU steht, ist es gut, auch die Mitglieder und die Basis zu beteiligen“.

Man müsse aber auch darauf achten, dass es schnell gehe. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak stellte das dreistufige Verfahren vor: Vom 6. bis 17. November gebe es eine Nominierungsphase für die Kandidaten, vom 18. November bis 2. Dezember eine Vorstellungsphase und vom 4. bis 16. Dezember die Abstimmungsphase für den ersten Wahlgang. Vom 28. Dezember 2021 bis 13. Januar 2022 werde der zweite Wahlgang stattfinden, sollte keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen.

Die Abstimmung könne per Briefwahl oder via Internet vorgenommen werden. Formal soll der neue Vorsitzende dann auf dem CDU-Parteitag am 21. Januar 2022 in Hannover gewählt werden.

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