Waheed Bhikh sitzt nach der Niederlage der Cologne Centurions bei Rhein Fire enttäuscht am Spielfeld. Foto: Frederick Löwer

Köln | Die letzten Wochen waren für die Mannschaft und die Fans der Cologne Centurions ernüchternd. Nach einem starken Saisonstart mit Siegen gegen Istanbul und Tirol setzte es für die Kölner Footballer in der European League of Football vier Niederlagen in Folge. Ausgerechnet jetzt muss das Team von Frank Roser am Sonntag (15 Uhr) beim Angstgegner Frankfurt Galaxy antreten.

Viermal in Folge mussten die Centurions den Hessen in Folge zum Sieg gratulieren. Besonders schmerzhaft war dabei die Niederlage im letztjährigen Halbfinale gegen den aktuellen Champions. Und auch die heftige 12:48-Pleite vor drei Wochen im heimischen Südstadion zeigte, dass die Galaxy nicht der Lieblingskontrahent der Kölner sind.

Frank Roser fordert guten Football

„Mein persönliches Ziel ist, dass wir mit Offense, Defense und Special Teams zeitgleich guten Football spielen. Wir können das, und das müssen wir umsetzen“, sagt der Coach vor dem Duell mit den Frankfurtern.

Jedoch muss Roser einmal mehr kräftig umbauen. Für die beiden Offense-Line-Spieler Kevin Foitzik und Anton Glusancov ist die Saison vorzeitig wegen Verletzungen beendet. Ein halbes Dutzend Spieler sind vor dem Auswärtsspiel angeschlagen und werden wohl nicht auflaufen können.

Cologne Centurions: Einsatz von Weinreich ist fraglich

Ob Quarterback Jan Weinreich den Angriff führen wird, ist auch noch fraglich. Der Spielmacher wurde bei der 3:17-Niederlage bei Rhein Fire zur Pause ausgetauscht, eine Verletzung behindert Weinreich wohl zu sehr. Als Backup steht Alexander Frisch bereit.

Roser weiß: „Der Angriff muss wieder zu alter Stärke finden und das umsetzen, was wir können. Natürlich spielen Verletzungen eine Rolle, und dass wir noch keinen zweiten Amerikaner in der Offense haben, weswegen viele Verteidigungen sich auch mehr auf Quinten Pounds konzentrieren. Da sind wir dran.“

Unter der Woche wurde mit Justin Wiedelbach zumindest ein neuer Kicker geholt. Das war auch nötig, denn bei den Special Teams und im Angriff waren zuletzt kräftig Sand im Getriebe. Nachdem die Kölner in den ersten drei Begegnungen noch 121 Punkte produzierten, waren es in den letzten drei Partien nur mickrige 22 Zähler.

Centurions-Trainer Frank Roser hofft auf den dritten Saisonsieg beim Auswärtsspiel in Frankfurt. Foto: Frederik Löwer

Zumindest die Defensive, die hinter den Istanbul Rams als zweitschlechteste der Liga geführt wird, konnte gegen Rhein Fire ihre Leistung verbessern und ließ nur einen Touchdown der Düsseldorfer zu. Deshalb gab es auch ein Lob von Seiten des Trainers: „Die Defense hat sich sehr gut gesteigert und das bisher beste Spiel der Saison abgeliefert. Sie hat mit mehr Feuer gespielt und gezeigt, was in ihr steckt.“ Eine perfekte Vorstellung ist nun auch in Frankfurt nötig, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Cologne Centurions sind mit Saison nicht zufrieden

Denn mit dem bisherigen Saisonverlauf ist man bei den Centurions nicht zufrieden. Roser: „Die erste Hälfte der Saison ist vorbei und wir stehen nicht da, wo wir stehen wollten. Wir konzentrieren uns auf das nächste Spiel, und werden weiter unser Bestes geben. Wenn wir das in jedem Training und Spiel umsetzen, ist alles möglich.“

Sollte es jedoch auch die sechste Auswärtsniederlage in Folge setzen, dürfen die Hoffnungen auf die Playoffs auf ein Minimum schwinden. „Ich glaube daran, dass es immer wichtig ist sich auf das zu konzentrieren, was man kontrollieren kann. Ich kann nicht die Vergangenheit ändern, oder die Zukunft bestimmen. Alles was ich wirklich kontrollieren kann ist dieser Moment. Das sage ich auch den Spielern“, bleibt der Trainer trotz der schweren Lage optimistisch.