Mit der Kölner Dombibliothek hat sich nicht nur eine der ältesten, sondern auch eine der größten Kathedralbibliotheken aus mittelalterlicher Zeit erhalten.
Ausgewählte Handschriften der einzigartigen Sammlung der Bibliothek, deren erster Katalog bereits unter Erzbischof Hildebold (gest. 818) verfasst wurde, werden in der Sonderausstellung
„Meisterwerke gotischer Buchmalerei" vom 27. Mai bis 3. Oktober 2011 gezeigt. Dabei handelt es sich um sechs großformatige gotische Codices aus dem späten 13. und aus dem 14. Jahrhundert, die zur Zeit des Dombaus entstanden und wegen des noch nicht erfundenen Buchdrucks handschriftlich auf Pergament verfasst wurden. Auch drei Handschriften aus dem Bestand der Erzbischöflichen Diözesanbibliothek sind darunter.
Ausgestellt werden zwei Graduale, zwei Antiphonare, ein Ordo Missae und eine Biblia Sacra. Ein Graduale verzeichnet die im Laufe des Kirchenjahres wechselnden Messgesänge, das Antiphonar die Gesänge des Stundengebetes, zu dem sich die Ordensleute und Stiftsgeistlichen mehrmals täglich versammelten. Im Ordo Missae sind die Elemente der Heiligen Messe verzeichnet.
Die Handschriftenpräsentation in der Bibliothek der Domschatzkammer ist täglich von 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass 17.30) zu sehen. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

[jg]

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