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Amsterdam | dts | Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt den Corona-Impfstoff von Biontech nun auch für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. Bei Kindern in der Altersgruppe soll die Dosis demnach niedriger sein als bei Personen ab zwölf Jahren (10 Mikrogramm im Vergleich zu 30 Mikrogramm).

Wie in der älteren Altersgruppe wird der Wirkstoff als zwei Injektionen in die Oberarmmuskulatur im Abstand von drei Wochen verabreicht. Eine Studie mit Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren habe gezeigt, dass die Immunantwort auf den Biontech-Impfstoff in der niedrigeren Dosis vergleichbar war mit der bei der höheren Dosis bei 16- bis 25-Jährigen, so die EMA. Die häufigsten Nebenwirkungen ähnelten dabei denen bei Personen ab zwölf Jahren. Dazu gehörten Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle – ebenso Muskelschmerzen und Schüttelfrost.

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Diese Wirkungen seien in der Regel leicht bis mittelschwer und besserten sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA sei daher zu dem Schluss gelangt, dass der Nutzen der Impfung die Risiken auch bei der jüngeren Altersgruppe überwiege, so die Behörde. Die EU-Kommission muss nach der EMA-Empfehlung die endgültige Entscheidung treffen, was aber nur als Formsache gilt.

Wann der Impfstoff in Deutschland bei Kindern ab fünf Jahren zur Anwendung kommt, ist noch unklar. Die Ständige Impfkommission (Stiko) bereitet nach eigenen Angaben aktuell eine Empfehlung pünktlich zum Start der ersten Impfstofflieferung vor. Sie soll demnach bis Ende Dezember fertiggestellt werden.

Familienministerin begrüßt EMA-Empfehlung für Kinder-Impfstoff   

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hat die Entscheidung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) begrüßt, den Corona-Impfstoff von Biontech nun auch für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren zu empfehlen. Auf das grüne Licht hätten viele Kinder und Eltern „sehnlich gewartet“, sagte sie am Donnerstag. Die Länder müssten jetzt die Vorbereitungen für die Kinder-Impfung so treffen, dass es sofort losgehen könne, wenn der Impfstoff für Kinder bereitstehe.

„Wir brauchen neben den Kinderarztpraxen auch auf Kinder vorbereitete Impfzentren und mobile Impfangebote.“ Um Ängste und Zweifel zu nehmen, müssten Familien zudem „umfassende und verständliche Informationen erhalten und gut beraten werden“, fügte die SPD-Politikerin hinzu. Die Entscheidung zu einer Impfung liege am Ende bei den Eltern nach der Beratung durch Ärzte.

Wann der Impfstoff in Deutschland bei Kindern ab fünf Jahren zur Anwendung kommt, ist bisher noch unklar. Die Ständige Impfkommission (Stiko) bereitet nach eigenen Angaben aktuell eine Empfehlung pünktlich zum Start der ersten Impfstofflieferung vor. Sie soll demnach bis Ende Dezember fertiggestellt werden.

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