Zur Förderung einer nachhaltigen Zusammenarbeit sollen unter anderem verschiedene Beratungs- und Informationsveranstaltungen angeboten werden,  sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrkräfte, Schülerlabore in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und Hochschulpraktika, bei denen die Jugendlichen ein bis zwei Wochen ins gewünschte Studium hinein schnuppern können. Unterzeichnet wurde die Kooperationsvereinbarung von der Vizepräsidentin für Lehre und Studium der Fachhochschule Köln Sylvia Heuchemer und dem stellvertretenden Leiter des Werner-von-Siemens-Berufskollegs, Andreas Daube, am 7. November im Senatssaal des Campus Südstadt. Damit bestehen insgesamt 18 Kooperationsvereinbarungen der Fachhochschule Köln mit weiterführenden Schulen.
 
„Wie können die Schulen die Schülerinnen und Schüler am besten vorbereiten, um an der Fachhochschule erfolgreich zu studieren?“, das ist die zentrale Frage für Andreas Daube von der Schulleitung des Werner-von-Siemens-Berufskollegs. Als direkte Nachbarin sei die Fachhochschule Köln ein idealer Partner und beispielsweise der Besuch der Hochschulbibliothek bereits jetzt ein fester Bestandteil des Stundenplans. In dieser Woche starten 40 Schülerinnen und Schüler des Werner-von-Siemens-Berufskollegs mit dem Schülerlabor „MINT in Mind“ der Hochschule und das in allen Sparten: Mechanik, Optik, Akustik, Elektrotechnik und Regenerative Energien. Am Tag der Offenen Tür des Berufskollegs am 26. November beteiligt sich die Fachhochschule Köln mit einem Informationsstand.

Angst vor Studium senken
Die Schwellenangst vor einem Hochschulstudium zu senken, ist auch ein wichtiges Anliegen der Fachhochschule Köln. „Insbesondere wenn man nicht aus einer Akademikerfamilie stammt, fällt die Entscheidung für ein Studium doch noch häufig schwer. Da hilft es, bereits während der Schulzeit erste Hochschulerfahrungen zu sammeln und zu erleben: Das kann ich schaffen!, betonte Vizepräsidentin Heuchemer bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Und nicht nur das: Viele Schülerinnen und Schüler, die Hochschulpraktika absolvieren oder an dem Programm „Studieren probieren“ für besonders leistungsstarke und motivierte Schülerinnen und Schüler teilnehmen, erreichten gute Noten.

Höchste Abbrecherquote im Bereich Ingenierwissenschaften
Mit seiner Ausrichtung auf Elektrotechnik ist das Werner-von-Siemens-Berufskolleg ein besonders interessanter Schulpartner im Bereich der Ingenieurwissenschaften der Fachhochschule Köln. „Leider haben wir nach wie vor bei unseren technischen Studiengängen die höchste Abbrecherquote. Obwohl sie vergleichbar ist mit den Quoten an anderen Hochschulen, ist sie uns immer noch zu hoch. Wir wollen die Abbrecherquote weiter senken“, betonte die Vizepräsidentin Heuchemer. Wichtig sei, dass die Schülerinnen und Schüler genau wissen, was hinter dem gewählten Studiengang steckt. Hierzu tragen die verschiedenen Informations-, Mitmach- und Orientierungsangebote der Fakultäten und der Zentralen Studienberatung bei. Für diejenigen, die noch nicht genau wissen, was sie studieren möchten, bietet die Zentrale Studienberatung einen dreistündigen Workshop „Studieren – aber was?“ an.

Schüler begeistert vom Tag der Offenen Tür in der FH
„Man merkt, dass die Fachhochschule Köln ein großes Interesse hat, Schülerinnen und Schüler für sich zu gewinnen“, lobte Andreas Daube. „Unsere Schüler kommen beispielsweise vom Tag der Offenen Tür der Fachhochschule Köln immer völlig begeistert wieder.“ Das wird auch nach dem Besuch des Schülerlabors so sein, ist sich Edith Saum von der Zentralen Studienberatung sicher. Denn alles ist gut vorbereitet und organisiert, die Schüler werden intensiv betreut, die Professoren sind gut vorbereitet. Der erste Schülerlabordurchlauf ist auch für das Werner-von-Siemens-Berufskolleg eine interessante Erfahrung: „Wir sind selbst gespannt, wie unsere Schülerinnen und Schüler die Aufgaben meistern“, sagte Rabi Chaaban, Lehrer und Kooperationskoordinator des Werner-von-Siemens-Berufskollegs.

[il]

Werbung