Köln | Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Exzellenzcluster CECAD an der Universität zu Köln und der Uniklinik Gießen identifizierten zusammen Genmutationen als Ursache für häufige Kindheit-Epilepsien.

Mehr als 50 Millionen Menschen weltweit leiden an Epilepsie, ein Drittel davon sind Kinder. Die häufigsten Epilepsieformen bei Kindern treten ohne erkennbare Ursache auf, sogenannte „idiopathisch fokale Epilepsien“ (IFE). Einem Verbund aus zwei Forschungsnetzwerken, Euro-Epinomics und Ionneuronet, sowie weiteren internationalen Arbeitsgruppen ist es laut der Universität zu Köln erstmalig gelungen, ein Krankheitsgen für diese Art der Epilepsie zu identifizieren. Veränderungen des Gens „GRIN2A“ führen laut der neuen Erkenntnisse zu Störungen der Funktion eines wichtigen Ionenkanals im Gehirn. Es wird vermutet, dass der veränderte Ionenkanal vermehrte elektrische Entladungen im Gehirn verursacht – und dadurch epileptische Anfälle auslöst. Die Studie erschien am 11.8.2013 im internationalen Fachjournal „Nature Genetics“.

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Autor: dd

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