„Der heutige Tag ist ein wunderbares Datum, um Danke zu sagen“, freute sich Michael H. G. Hoffmann, Präsident des Zentral-Dombau-Vereins zu Köln von 1842. Denn am 9. Mai 2011 konnte er einen Scheck im Wert von 175.000 Euro in Empfang nehmen, der dem Erhalt des Doms zugute kommen wird. Überreicht wurde der Scheck von Artur Grzesiek, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse KölnBonn. Die sorgte mit ihrem Produkt „Domsparen“, das sie im letzten Jahr ins Leben rief, für diesen Geldsegen und außerdem dafür, dass der Dombau-Verein 530 neue Mitglieder gewinnen konnte. „Das ist schon ein Geschenk für sich“, findet Hoffmann. Damit zählt er nun rund 13.000 Förderer, die sich für den Erhalt des Kölner Wahrzeichens engagieren. Und diese werden auch gebraucht, denn „ohne den ZDV sind die Türme in Gefahr“.

Erhaltung des Doms ist eine nicht endende Aufgabe
Der Zentral-Dombau-Verein wurde 1842 von mehreren Kölner Bürgern mit dem Ziel gegründet, den seit 1530 halbfertigen Dom zu vollenden. Bereits damals trug der Verein 60 Prozent der Baukosten von 6,6 Mio. Goldtalern (ca. 1 Mrd. Euro). Schon ein Vierteljahrhundert nach der Vollendung wurde klar, dass die Erhaltung des Doms eine nicht endende Aufgabe bleiben würde. Heute ist diese Arbeit wichtiger denn je, da gerade Schadstoffe aus Industrie und Autoabgasen dem Sandstein zusetzen und die natürliche Verwitterung erheblich beschleunigen. Auch heute noch trägt der ZDV über 60 Prozent des jährlich benötigten Etats von ca. 7 Mio. Euro.

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"Tolle win-win-Situation"
„Domsparen ist ein phantastisches Produkt“, findet Hoffmann, da damit auch der Bekanntheitsgrad des Vereins erhöht worden sei. Außerdem sei es eine „tolle win-win-Situation“, denn es komme einerseits dem Dom zugute und andererseits habe die Sparkasse ihre regionale Ausrichtung unterstreichen können. „Eine Sparkasse zeichnet aus, dass sie wichtige Institutionen in der Region unterstützt“, meint auch Grzesiek. Domsparen ist ein 4-jähriges Sparen mit steigenden Zinsen, die Mitgliedschaft im ZDV gibt es ab einer Anlegesumme von 10.000 Euro. Der Betrag von 175.000 Euro ist eine Spende der Sparkasse, die nicht in Form eines großen Zusatzzinses an die Kunden, sondern an die „gute Sache“ ging. Für einen Zusatzbetrag von 9.400 Euro sorgte das beliebte Panini-Heft „Köln sammelt Köln“, durch das Kölner Kinder die Stadt kennen lernen sollen. Von jedem verkauften Heft spendete die Sparkasse den „Dom-Cent“. Mit dieser Summe kann nun eine weitere Chorfigur aus dem Mittelalter restauriert werden.

"Jeder Euro zählt!"
Als Zeichen der Dankbarkeit überreichte Hoffmann Grzesiek ein Stück Sandstein des Doms mit dem Logo des ZDV und sagte: „Ich freue mich auf die Partnerschaft in der Zukunft und bin überzeugt, dass uns noch viele gute Ideen einfallen werden“.  Auch Grzesiek zeigte sich zufrieden über die erfolgreiche Zusammenarbeit: „Der Dom ist das Herz von Köln und die Restauration ist sehr wichtig. Wir sind stolz darauf, dass wir dazu beitragen, den Dom zu erhalten.“ Er hofft auf weitere Domsparer, denn „jeder Euro zählt!“

Julia Grahn für report-k.de/Kölns Internetzeitung

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