Die Getöteten Derya und Kian. Foto: privat

Köln | Tag drei im Prozess um die Bluttat vom Niehler Hafen, die im November geschah.

Am Montag sagte der Gerichtsmediziner aus und versetzte den Saal mit seinen Schilderungen des möglichen Tathergangs und Ausmaßes in Schockstille, wie eine Angehörige der getöteten Derya (†24) und Kian (†4) gegenüber report-K schildert: „Gestern war für uns bisher der schlimmste Tag. Wir mussten uns drei Stunden lang das gerichtsmedizinische Gutachten anhören und ansehen. Das war für uns nach dem Verlust nochmals ein enormer unermesslicher Schmerz! Derya und Kian wurden auf abscheuliche Art und Weise aus dem Leben gerissen! Die Fakten und diese Bilder werden uns nun ein ganzes Leben begleiten.“

Ersin S. und sein Enkel Kian, als er noch lebte. Foto: privat

Der mutmaßliche Täter, der wegen zweifachen Mordes beschuldigte Ex-Freund und Vater des getöteten Jungen, schweigt an der Seite von Strafverteidiger Gottfried Reims weiterhin.

„Wir als Familie und Freunde sind erstarrt über diese abnormale Art der Gewalt die Derya und Kian zugefügt worden ist.Wir verstehen einfach nicht wie und warum man dazu in der Lage gewesen ist. Wir finden keine Worte mehr um auszudrücken wie man mit dem Geschehenen umgehen soll“, so die Prozessbeobachterin, „Derya und Kian sind Tod und unsere Seelen sind mit Ihnen gestorben. Nichts ist und wird wieder wie es mal war.“

Am Donnerstag um 9.15 Uhr wird die Verhandlung fortgesetzt.