Das Symbolbild zeigt das Vakkzin von Biontech/Pfizer.

Berlin | dts | Das Bundesgesundheitsministerium wird die Auslieferung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer in den kommenden Wochen begrenzen. Das kündigte Gesundheitsstaatssekretär Thomas Steffen in einem Schreiben an die Bundesländer an, über das das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben) berichtet. Steffen begründet die Maßnahme in dem Brief mit einem drohenden Verfall eingelagerter Dosen des Impfstoffs von Moderna.

Bisher mache der Biontech-Impfstoff über 90 Prozent aller Bestellungen aus, zitiert das RND aus dem Dokument. „Gleichzeitig sollte auch der Impfstoff von Moderna für Auffrischimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen, da andernfalls ab Mitte des 1. Quartals 2022 der Verfall bereits eingelagerter Moderna-Impfstoffe droht.“ Es müsse das gemeinsame Anliegen sein, dies zu verhindern.

Werbung

Niedergelassene Ärzte sollen danach ab der Bestellung in der kommenden Woche nur noch 30 Dosen bekommen, Impfzentren und Impfteams 1.020 Dosen. „Bestellungen für Moderna-Impfstoff werden keiner Höchstgrenze unterliegen und vollumfänglich beliefert“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Grüne kritisieren Begrenzung des Biontech-Impfstoffs durch Spahn   

Die Grünen haben die Ankündigung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kritisiert, in den kommenden Wochen die Auslieferung des Impfstoffs von Biontech zu begrenzen. „Spahn hat allen das Boostern versprochen“, sagte die Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). „Jetzt zeigt sich, dass er offenbar wissentlich falsche Erwartungen geweckt hat“, so Klein-Schmeink.

„Es wird wegen Spahns schlechter Vorsorge wohl nicht möglich sein, jedem Impfwilligen sehr schnell ein Angebot zum Boostern machen zu können. Das schadet der Glaubwürdigkeit der Impfkampagne, weil es Enttäuschungen schafft“, kritisierte sie. Gesundheitsstaatssekretär Thomas Steffen hatte zuvor in einem Schreiben an die Bundesländer, über das das RND berichtet hatte, angekündigt, dass niedergelassene Ärzte ab der Bestellung in der kommenden Woche nur noch 30 und Impfzentren und Impfteams nur noch 1.020 Dosen Biontech bekommen sollen, um mehr Moderna-Impfstoff zu verbrauchen.

Moderna solle bei Auffrischimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen, da andernfalls ab Mitte des 1. Quartals 2022 der Verfall bereits eingelagerter Impfstoffe des Herstellers drohe, zitiert das RND aus Steffens Schreiben.

Werbung