Symbolbild

Köln | Die Summe ist gewaltig die die Greif & Contzen Immobiliengesellschaft für das Transaktionsvolumen auf dem Kölner Gewerbeimmobilienmarkt für 2021 angibt: 3,8 Milliarden Euro. Die Immobilienexperten sprechen von einem Spitzenwert. Dabei trug eine Kölner Immobilie alleine schon mit 1,1 Milliarden Euro bei.

Aus dem Oppenheim/Esch Portfolio

Es sind die Fondsimmobilien Rheinpark-Metropole und Koelnmesse aus den Oppenheim/Esch-Immobilienfonds, die diese gewaltige Summe von 1,1 Milliarden Euro ausmachen. Dabei ist von vielen Immobilien gar nicht bekannt für welche Summe sie veräußert wurden, etwa beim Laurenz Carré, das von der Gerchgroup erst kürzlich an Corestate Capital als Asset Manager für institutionellen Investor veräußert wurde. Preise sind auch nicht bekannt für etwa das Entwicklungsareal Wilhelm-Mauser-Straße 40/Venloer Straße dass von Instone Real Estate von Coty erworben wurde oder die Horbeller Straße im Bereich Logistik das AEW für einen Spezialfonds einer Pensionskasse von der AVI Allgemeine Verwaltung von Immobilien erwarb.

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Geschäftshaus im Herzen von Köln

In der Schildergasse/Hohe Straße wurde ein Geschäftshaus veräußert bei dem Greif & Contzen den Verkaufswert auf über 70 Millionen Euro schätzt. Dabei bleibt offen wer von wem diese Immobilie erwarb. Die Mercedes Allee 1 wurde von der DIC Asset vom Private Equity Fonds TPG Real Estate für geschätzt 60 Millionen Euro erworben. Das Bürogebäude in der Josef-Lammerting-Allee 20-22 wechselte für rund 267 Millionen Euro vom Private Equity Fonds TPG Real Estate an einen Spezialfonds für den die DIC Asset agierte.

Der Private Equity Fonds Blackstone veräußerte an die Union Investment für den Spezialfonds „UII German Prime Select“ das Bürogebäude im Cäcilienkloster 2-10 für geschätzt über 120 Millionen Euro. Diese und noch einige Objekte mehr listet Greif & Contzen in seiner Liste ausgewählter Verkäufe in Köln 2021.

Jahresendralley

Die Immobilienexperten von Greif & Contzen folgern aus dem hohen Transaktionsvolumen, dass in den vergangenen Monaten ein großes Vertrauen in den Kölner Immobilienmarkt entstand. Nach verhaltenem Start zu Jahresbeginn stieg das Investitionsvolumen zum Jahresende an. „Umfang und Anzahl der Verkäufe zeigen, dass die Investoren trotz Corona in den vergangenen Monaten großes Vertrauen in den Kölner Immobilienmarkt hatten“, so Thorsten Neugebauer, Leiter des Unternehmensbereichs Investment bei Greif & Contzen.
„Die Sicherheit und die Investitionsbereitschaft wuchsen dabei von Monat zu Monat. Nachdem der Beginn des Transaktionsjahres 2021 noch von verhaltenen Aktivitäten
geprägt war, stieg das Investmentvolumen zum Jahresende rasant an.“

Fallende Reisebeschränkungen beflügeln Kölner Immobilienmarkt

Das im zweiten Halbjahr die Verkäufe wieder anstiegen führen die Immobilienexperten darauf zurück, dass Reisebeschränkungen fielen und so Cross-Border-Investments erleichtert wurden, da Immobilien-Portfolios wieder vor Ort besichtigt und Verhandlungen direkt geführt werden konnten. Zudem seien verschobene Verkäufe aus dem Jahr 2020 im vergangenen Jahr im Markt angeboten worden. „Insbesondere innerstädtische Core-Immobilien erzeugten eine sehr starke Nachfrage, und die Zahlungsbereitschaft der institutionellen Anleger erreichte ein für Köln noch nie erzieltes Rekordmaß. Es wurden Spitzenfaktoren von deutlich über 30-fach bei
mehreren Transaktionen realisiert“, erläutert Immobilienexperte Neugebauer, der auch von einer rasanten Preisrallye spricht, die der krisenfeste und preisstabile Kölner Büroimmobilienmarkt und das in ihn bestehende Vertrauen ausgelöst habe.

Allerdings sinken die Renditen. Die Bürospitzenrendite für innerstädtische Top-Immobilien sank im Jahresverlauf erneut von 3,0 Prozent auf 2,7 Prozent, die Logistikspitzenrendite in mehreren Schritten von 3,8
Prozent auf 3,5 Prozent. Damit werde der enorme Anlagedruck institutioneller Anleger im aktuell bestehenden Niedrigzinsumfeld sichtbar. Spitzenrenditen bei Geschäftshäusern stiegen allerdings von 3 auf 3,3 Prozent, so die Immobilienexperten.

Die Zukunft

Für die Zukunft sieht Neugebauer die Politik der Europäischen Zentralbank als marktprägend an: „Wenn die bisherigen Ankündigungen eines niedrigen Zinsniveaus eingehalten werden, ist weiterhin mit vielen und auch großen Immobilientransaktionen zu rechnen.“ Ob in naher Zukunft wieder ein so hohes Transaktionsvolumen erreicht werden kann, zieht Greif & Contzen allerdings in Zweifel, da die beiden Produkte aus dem Oppenheim/Esch-Portfolio doch einzigartig gewesen seien.

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