Insgesamt 20 Aktivist:innen blockierten seit 8 Uhr mehrere Fahrtrichtungen einer Kölner Verkehrsader | Foto: Letzte Generation.

Köln | red, dts | Heute Morgen, 17. März, 8 Uhr haben 20 Aktivist:innen der Letzten Generation an der Kreuzung Sülzgürtel, Luxemburger Straße den Verkehr zum Stillstand gebracht. Laut der Letzten Generation ist es die bisher größte Blockade in Köln.

Um 8 klebten sich mehrere Personen klebten an den Asphalt und brachten so den Verkehr in alle vier Fahrtrichtungen auf dieser Hauptverkehrsader Kölns zum Erliegen.

Die Letzte Generation appelliert mit ihrem Protest an die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Reker hatte zuletzt der Letzten Generation eine Absage erteilt. Der heutige Protest ist Teil einer Reihe von intensiven Protesten in ganz Nordrhein-Westfalen. Das Motto „Wir müssen reden“ richtet an Bürgermeister:innen nordrhein-westfälischer Städte. Diese sollen, so die Letzte Generation, endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und sich für den Schutz der Bevölkerung einsetzen. Einige Bürgermeister:innen kamen der Forderung bereits nach.

Lina Schinköthe, Sprecherin der Letzten Generation vor Ort, über den Protest: „Die Regierung hat es bisher nicht geschafft, selbst einfachste Sicherheitsmaßnahmen wie ein Tempolimit oder ein dauerhaftes 9-Euro-Ticket einzuführen. Wenn wir erst anfangen zu handeln, wenn die Ernten bereits ausfallen, die Wälder schon brennen und der Rhein kein Wasser mehr führt, dann ist es zu spät.”

Mehrheit lehnt die Straßenblockaden ab   

Die Mehrheit der Bundesbürger lehnt die Straßenblockaden der Klimaaktivistengruppe „Letzte Generation“ ab. Das ist ein Ergebnis der neuen Umfrage zum ZDF-„Politbarometer“, die am Freitag veröffentlicht wurde. 80 Prozent sagen demnach, die Straßenblockaden gingen „zu weit“, 18 Prozent gehen sie „nicht zu weit“, und zwei Prozent äußern sich nicht.

In der Fragestellung waren die Blockaden als „illegal“ bezeichnet worden. Mehrheitlich ablehnend äußern sich dabei die Anhänger aller Parteien. Über die Hälfte findet es aber richtig, dass einige Städte mit den Aktivisten Vereinbarungen treffen, um Protestaktionen zu verhindern, wie zuletzt beispielsweise in Hannover.

rs