Verteidiger Moritz Müller möchte mit den Kölner Haien neun Punkte aus drei Spielen holen. Foto: Bopp

Köln | Drei Vorrundenspiele haben die Kölner Haie noch zu bestreiten. Am Dienstag muss die Mannschaft von Uwe Krupp bei den Augsburger Panthern (19.30 Uhr) antreten, am 1. April geht es nach Bietigheim (19.30 Uhr), ehe die Ingolstadt Panther am 3. April um 14 Uhr zum letzten Heimspiel des KEC in der Lanxess-Arena gastieren.

Für den KEC sind dabei neun Punkte Pflicht, um doch noch unter die besten zehn Teams der Deutschen Eishockey Liga zu rutschen. Mit 67 Punkten liegen die Haie aktuell auf Rang zwölf. Davor rangieren Bietigheim (65 Zähler) und Augsburg (59 Punkte). Iserlohn und Schwenningen haben jeweils 59 Punkte auf dem Konto.

Jedoch haben die Teams aufgrund vieler Corona-Ausbrüchen innerhalb des Vereine unterschiedlich viele Begegnungen absolviert. Während der KEC drei noch dreimal das Eis betreten wird, hat Augsburg eigentlich noch zehn Partien zu spielen, Iserlohn 8, Bietigheim und Schwenningen jeweils 7.

DEL: Am Ende entscheidet Quotienten-Regelung

Bis zum Ende der Vorrunde am 3. April werden nicht alle Spiele nachgeholt werden können. Fest steht, dass Augsburg zwei Spiele weniger bestreiten wird, Iserlohn eine Begegnung. So kommen die Klubs zum Saisonfinale auf unterschiedlich ausgetragene Pflichtspiele. Damit es in der Abschlusstabelle gerecht zugeht, wird am Schluss eine Quotienten-Regelung in Kraft treten. Die geholten Punkte werden durch die durchgeführten Spiele geteilt – die höchsten Quotienten entscheiden über die einzelnen Positionen in der Endabrechnung.

„Das ist nicht schön und war auch vor der Saison nicht der Plan der Liga“, sagt DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke bei Magentasport. Schließlich werden neun Spiele nicht mehr ausgetragen werden können. „Alle Verantwortlichen haben vor der Saison gewusst, dass wir in diese Situation kommen können. Deshalb haben wir am Ende mit den Stimmen aller Klubs beschlossen, dass der Punkteschnitt als entscheidend anerkannt wird. Von daher müssen wir damit leben und vielleicht kommt es am Ende auch gar nicht darauf an.“

Wie auch immer, sollten die Haie nicht zum dritten Mal in Folge die Playoffs verpassen wollen, müssen sie schleunigst zurück in die Erfolgsspur finden. Nach dem 2:5 am Freitag gegen München steht das Krupp-Team mit dem Rücken zur Wand. „Es stehen nun wichtige Tage an“, weiß Kapitän Moritz Müller. „Aber wir werden nicht aufgeben und wollen das enorm wichtige Spiel in Augsburg am Dienstag gewinnen.“

KEC-Geschäftsführer Philipp Walter bleibt Optimist

Optimistisch zeigte sich auch Geschäftsführer Philipp Walter: „Wenn die Jungs ihren Job erledigen, haben wir noch eine gute Chance auf die Playoffs.“ Bei einer Niederlage in Augsburg wäre der Traum von der Meisterrunde für den KEC wohl endgültig geplatzt.

Haie-Geschäftsführer Philipp Walter glaubt noch an den Einzug in die Playoffs. Foto: Bopp
Haie-Geschäftsführer Philipp Walter glaubt noch an den Einzug in die Playoffs. Foto: Bopp

Fest steht, dass die Kölner gegen Ingolstadt eine große Kulisse haben können. Denn es werden wieder 18.600 Zuschauer in der Lanxess-Arena zugelassen. Sein.

„Es ist eine gute Nachricht, aber es bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Zwei Jahre haben wir gekämpft, dass viele Fans in die Arena kommen dürfen. So ist es schon eine gewisse Ironie, dass in unserem letzten Heimspiel die Beschränkungen komplett gefallen sind“, sagt KEC-Geschäftsführer Philipp Walter report-k.de: „Ich hätte mir vorher ein wenig mehr Vertrauen von Seiten der Politik gewünscht, denn unser Hygienekonzept war ausgezeichnet. Jetzt freuen wir uns, dass wir auf viele Besucher gegen Ingolstadt.“