Trainer Uwe Krupp will mit den Kölner Haien die Eisbären Berlin im Playoffs-Viertelfinale ärgern. Foto: Bopp

Ingolstadt | Am Samstagmittag machten sich die Kölner Haie per Bus von Ingolstadt auf den Weg nach Berlin. Am Sonntag (14 Uhr) steht bereits das erste Viertelfinale bei den Eisbären an.

Der KEC reist nach dem Weiterkommen in der ersten Playoff-Serie mit viel Selbstvertrauen in die Hauptstadt und will den Titelverteidiger ärgern. Im Interview mit Report-k.de spricht Trainer Uwe Krupp über die Situation.

Durch zwei Siege gegen Ingolstadt haben Sie mit ihrer Mannschaft das Viertelfinale der DEL-Playoffs erreicht. Wie stolz sind Sie auf ihr Team?

Krupp: „Ich bin sehr stolz. Die Jungs haben sehr gut und hart gearbeitet. Wir konnten uns auf einen herausragenden Justin Pogge im Tor verlassen, die Mannschaft hat sich an das Spielsystem gehalten und wir hatten das Quäntchen Glück. Aber das darf man auch mal haben.“

Nach einem spielfreien Freitag ist die Mannschaft in Ingolstadt geblieben. Wie wichtig war der Tag Pause für die Köpfe?

Krupp: Das Team konnte sich mal erholen, sich ausruhen und regenerieren. Die letzten Wochen waren anstrengend, wir standen häufig unter Druck, die Spiele waren häufig eine Art Endspiel, ein Spiel sieben. Aber wir haben dem Druck standgehalten.

Jetzt geht es in der nächsten Serie gegen den Titelverteidiger Eisbären Berlin. Wie ist ihre Einschätzung?

Erstmal sollten wir nicht unbedingt auf die ganze Serie schauen.  Der Fokus muss darauf liegen ein Spiel zu gewinnen und dann kann man weiter schauen. Bis wir an diesem Punkt sind, werden wir uns damit beschäftigen wie wir spielen wollen und was gemacht werden muss um eine Chance auf Erfolg zu haben.

Die Resultate der Kölner Haie gegen Berlin in dieser Saison sorgen nicht für Optimismus…

Es stimmt, wir haben gegen Berlin kein Land gesehen. Wir haben in dieser Spielzeit alle vier Partien verloren und keinen Punkt geholt. Für mich ist Berlin die beste Mannschaft der Liga, deshalb dürfen wir nicht taktieren, sondern müssen versuchen, unser Spiel zu spielen und die beste mögliche Leistung auf das Eis zu bringen.

Wo liegen die Stärken der Eisbären?

Berlin ist eine sehr clever zusammengestellte Mannschaft. Sie haben in der vergangenen Saison die besonderen Umstände der Pandemie und dementsprechend den Einfluss auf den Spielermarkt genutzt. Es wurde zum richtigen Zeitpunkt Geld in die Hand genommen um Noebels & Co. mit einer absoluten Top-Sturmreihe zu verstärken. Seitdem sind sie eine Spitzenmannschaft, die letztes Jahr verdient die Meisterschaft gewonnen hat. Aber die Playoffs werden nicht auf dem Papier ausgespielt, sondern auf dem Eis. Wir nehmen die Außenseiterrolle gerne an.

Sie haben auch eine Vergangenheit in der Hauptstadt und waren von 2014 bis 1018 Trainer der Eisbären. Wie ist Ihre Erinnerung an diese Zeit?

Ich habe schöne Erinnerungen. Ion Berlin kann man es sehr gut aushalten und leben. Die Mannschaft hat sich sicherlich im Vergleich in einer anderen Phase als jetzt befunden. Wir waren nach dem Ende der Ära Jackson (Vorgänger von Uwe Krupp als Trainer, die Redaktion) in einem Wiederaufbau und haben einige junge Spieler wie z.B. Kai Wissmann oder Jonas Müller gefördert. Gleichzeitig waren es auch die Auslaufjahre des Stamms der Berliner Serien-Meistermannschaften. 2017/18 sind wir dann bis ins Finale gekommen und in einer engen Serie auf den Favoriten München getroffen. Die Jungs haben damals einen Riesen-Fight hingelegt, aber am Ende konnten wir die umkämpfte Serie leider nicht für uns entscheiden.