Moritz Müller jubelt ausgelassen nach dem Sieg über Ingolstadt. Foto: Imago/v.d. Laage

Köln | Die Vorfreude bei den Kölner Haien war riesig, als sich die Mannschaft am Mittwochmittag gegen 12.30 Uhr in den Bus in Richtung Ingolstadt setzte. Nach dem 4:3-Thriller im ersten Playoff-Spiel gegen die Ingolstadt Panther haben die Kölner nun alle Trümpfe in der Hand, um ins Viertelfinale einzuziehen.

Aus den beiden Partien bei den Bayern am Donnerstag (19.30 Uhr) und womöglich Freitag reicht dem KEC ein Auswärtscoup, um sich dann mit dem Liga-Primus Eisbären Berlin zu messen.

Kölner Haie wollen in Ingolstadt den zwei Sieg landen

„Unser Ziel war es mit einem Heimsieg in die Serie zu starten. Das haben wir geschafft. Wir fahren mit einem 1:0 nach Ingolstadt und wollen nun den Sack zu machen“, kündigte Maximilian Kammerer an.

Der Stürmer ist wie viele andere seiner Kollegen zum richtigen Zeitpunkt in Topform. Fünf Treffer gelangen dem ehemaligen Düsseldorfer in den vergangenen vier Begegnungen. Und auch am Dienstag war Kammerer erfolgreich. Sein früher Treffer zur 1:0-Führung ebnete dem KEC den Weg zum Auftakterfolg. „Es war ein schönes Tor. Ich hatte viel Geschwindigkeit, es hat einfach alles gepasst“, sagte der 25-Jährige zufrieden.

Auch Landon Ferraro zeigte wieder seine Torjägerqualitäten und erzielte gegen Ingolstadt sein 17. Saisontor zum zwischenzeitlichen 4:2. „Drei Jahre haben wir auf ein Playoff-Spiel gewartet. Jetzt sind wir endlich wieder dabei und wollen ins Viertelfinale. Dafür werden wir alles geben.“

Kölner Haie: Moritz Müller glänzt auch als Torschütze

Vorteil für den KEC: In der wichtigsten Phase der Saison treffen auch Spieler, die normalerweise nicht unbedingt als Torjäger glänzen. Mit Kapitän Moritz Müller und Arbeiter Alexander Oblinger haben sich zwei Profis in die Torschützenliste eingeschrieben, die nicht regelmäßig treffen.

„Wir funktionieren im Moment richtig gut als Mannschaft in unserem System. Deshalb sollten wir auch nicht viel ändern, sondern so weitermachen“, sagt Kammerer. „Wir haben konstant gespielt und viele Dinge richtig gemacht. Machen wir das auch in Ingolstadt, dann haben wir gute Chancen.“

Uwe Krupp geht von weiteren heißen Zweikämpfen und Spielen aus. „Es geht am Donnerstag neu los. Das Spiel wird wieder unheimlich eng werden. Jetzt haben wir nicht mehr unsere Fans im Rücken, aber wir haben einen Plan und den setzen wir um. Dazu brauchst du natürlich auch das Quäntchen Glück“, weiß der Coach. „Es wird ein richtig heißes Spiel.“

So wie beim Heimsieg, als die Panther in der letzten Minute die Latte trafen und am Schluss die Haie jubeln durften!