Kölns Verteidiger Patrick Sieloff im Zweikampf mit Berlins Matt White. Foto: Imago/Contrast

Berlin | Es bleibt in dieser Saison dabei: Die Kölner Haie können die Berliner Eisbären nicht besiegen! Im fünften Duell beider Teams in der Deutschen Eishockey Liga in dieser Spielzeit setzte es die fünfte Niederlage im fünften Spiel.

In der Hauptstadt verliert der KEC vor 10.692 Zuschauern mit 1:2 und liegt in der Viertelfinal-Serie nun mit 0:1 im Rückstand. Bereits am Dienstag können die Kölner ausgleichen, wenn es in der Lanxess-Arena zum zweiten Playoff-Duell kommt.

Kölner Haie brauchen mehr Effizienz

Damit es dann mit einem Erfolg klappt, müssen die Haie in der Offensive wieder ihre Effizienz finden. Chancen hat es genug gegeben, jedoch sind die Kölner immer wieder an Nationaltorwart Mathias Niederberger gescheitert. Jon Matsumoto hat im ersten Drittel die Megamöglichkeit zur Führung, der Kanadier bringt wie Carl Neill den Nachschuss nicht im Eisbärenkäfig unter.

Im zweiten Drittel ereilt Maximilian Kammerer, Alexander Oblinger und David McIntyre das gleich Schicksal, so dass es am Ende nicht zum Sieg reicht.

„Wir haben eigentlich ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht. Aber leider nicht unsere Powerplays und Chancen verwertet. Und Berlin hat mit Marcel Noebels und Leo Pföderl vielleicht die beste Reihe der Liga im Kader“, sagt Kammerer.

Der Stürmer selbst hat sich durchgebissen, in der Anfangsphase musste er nach einem Zusammenprall verletzt runter, kehrt aber wieder auf das Eis zurück. „Die Nase ist wohl gebrochen. Aber ich habe Luft bekommen, das passt schon.“

Einsatz, Willen und Emotionen stimmen bei Kölner Haien

Einsatz, Wille, Emotion und Zweikampfhärte stimmen auch bei den Gästen, aber das gegen Ingolstadt so vorzüglich funktionierende Powerplay (50 Prozent Torquote) ist zu schwach und einfallslos.

Während Köln mit der mangelnden Chancenverwertung hadert, nutzt Berlin die spielerischen Momente. Nach einem tollen Doppelpass mit Pföderl trifft Noebels nach nur 27 Sekunden im zweiten Drittel zur Führung, danach erhöht Pföderl auf 2:0 (31.). Bei beiden Treffern ist Torwart Justin Pogge ohne Abwehrchance.

Kölner Haie kämpfen bis zur letzten Sekunde

Köln kämpft auch im letzten Drittel und belohnt sich durch den Anschluss von McIntyre (54.). Es wird noch einmal richtig spannend, 102 Sekunden vor dem Ende nimmt Uwe Krupp Schlussmann Pogge vom Eis und bringt einen sechsten Feldspieler. Der Mut wird nicht belohnt, da Marcel Müller kurz vor der Sirene erneut an Niederberger scheitert.

So fahren die Kölner trotz einer guten Leistung mit hängenden Köpfen vom Eis. „Wir haben gut gespielt, aber dafür können wir uns nichts kaufen. Denn wir haben leider verloren. Im zweiten Drittel haben wir eine kleine Phase gehabt, in der wir nicht so konzentriert waren. Dass wir ein Spiel in Berlin holen müssen, wissen wir. Jetzt gilt es erstmal unser Heimspiel zu gewinnen.“