Heumarkt Ukraine DemonstrationrKöln Deutschlandr23.03.2022rBjörn HeuserrCopyrightrEduard Bopp Sportfotografiermail@fotobopp.der

Köln | Bis tief in die Nacht hatte Dirk Kästel zu tun. Der Vorstandsvorsitzender der Cultopia-Stiftung zählte die Spenden, die bei der Friedenskundgebung Peace Please am Mittwochnachmittag auf dem Heumarkt eingenommen wurde. Und es kam eine tolle Summe zugunsten der Ukraine-Flüchtlinge zusammen: 15 625 Euro Barspenden!

„Das ist eine tolle Sache und kann mich nur bei allen Beteiligten für die Arbeit und die Hilfe bedanken. Der Appell „Peace Please“ ist wichtig, die Wortbeiträge genau wie die Musik. Wir sind alle ehrenamtlich tätig. Das Geld wird eingesetzt durch verschiedene kleine Vereine, die Beziehungen in die Ukraine haben.“

Peace Please: Über 8.000 Besucher sorgten für einen tollen Rahmen auf dem Heumarkt

Bei strahlendem Sonnenschein traten Bands und Redner auf der Bühne auf, über 8.000 Besucher über den Nachmittag verteilt sorgten für einen tollen Rahmen. „Wir wollen humanitäre Hilfe leisten, denn es gibt Menschen, die haben derzeit kein Bett unter dem Hintern und kein Dach über dem Kopf. Denen wollen wir unsere Solidarität entgegenbringen“, sagte Brings-Frontmann Peter Brings.

Plakate als Zeichen der Solidarität. Foto: Frank Neusser

Neben der kölschen Partyband traten auch die Paveier, ein Teil der Bläck Föös mit Miljö, Fiasko , Björn Heuser und der Jugendchor St. Stephan auf. Einen Gänsehautmoment gab es zum Abschluss, als die ukrainische Sängerin Khrystyna Shon sang.

Viele Zuschauer brachten Friedensfahnen mit und hatten Plakate gemalt, um ihre Unterstützung für die Menschen in der Ukraine gegen den von Russlands Präsidenten Wladimir Putin angezettelten Krieg nahezubringen. „Für mich war klar, dass ich an diesem Tag auf dem Heumarkt sein werde. Ich war schon am Rosenmontag bei der Friedensdemo in der Stadt. Es gehört sich einfach, unmissverständlich zu zeigen, dass wir keinen Krieg in der Welt wollen“, erzählte Melanie aus Köln.

Die Spendenbereitschaft der Menschen und der Applaus bei den einzelnen Rednern sorgte auch bei den Künstlern für Gänsehaut. „Köln zeigt, welche DNA die Stadt hat. Die Menschen verstehen, dass sie auf die Straße müssen, wenn solche schrecklichen Dinge passieren“, sagte Björn Heuser.

Moderator Martin Schops fand deutliche, aber richtige Worte: „Den Frieden im Großen kann man nur durch den Frieden im Kleinen erreichen. Wir müssen alle aufeinander aufpassen und zusehen, dass so etwas nie wieder passiert. Wir setzen hier ein Zeichen gegen den Krieg, den Putin angezettelt hat.“

Spezielles Plakat gegen den Krieg

Ein spezielles Plakat gegen den Krieg zeigten Michael Sünner und Senta Pinneau vom Friedensforum auf der Bühne. „Frieden! Die Erde hat den Krieg satt“, war darauf zu lesen. Pinneau erklärt Report-K.de: „Wir wollen Plakate überall in der Stadt aufhängen, um ein Zeichen gegen Aufrüstung und Krieg zu setzen.“

Senta Pinneau und Michael Sünner zeigen das Plakat, das demnächst überall in Köln hängen soll. Foto: Neusser

Am Ende brachte es Peter Brings auf den Punkt: „Ich hätte niemals gedacht, dass in Europa noch einmal einen Krieg ausbrechen würde. Wir müssen alles tun, damit so etwas nie, nie mehr wieder passiert.“