Markus Müller, Alexander Ende, Olaf Janßen und Gregor Timmer freuen sich auf das Pokalfinale. Foto: Bopp

Köln | Im Sportpark Höhenberg laufen die letzten Vorbereitungen für das große Endspiel im Mittelrheinpokal. Die Spannung vor dem Finale zwischen Viktoria Köln und Fortuna Köln am Samstag (16.15 Uhr) ist groß, schließlich geht es für beide Vereine um den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals.

„Der Pokal passt in diese fußballverrückte Stadt“, freut sich Gregor Timmer vom Sportamt Köln. „Ein Derby in Köln wird eine tolle Sache und sicherlich sehr emotional.“

Davon geht auch Alexander Ende aus. „Ich habe eine Verbundenheit nach Höhenberg. Hier habe ich in meiner ersten Zeit als Spieler Siege mit kölscher Musik und ein paar Bier gefeiert. Für mich ist es also ein besonderer Ort.“

Und wenn es nach dem Fortuna-Trainer geht, soll am Samstag auch seine Mannschaft eine Party steigen lassen. „Ich habe das Spiel schon lange im Kopf. Es soll ein Highlight werden. Für mich wäre der Sieg ein perfekter Abschied bei Fortuna.“

Fortuna Kölns Trainer Alexander Ende und Viktoria-Coach Olaf Janßen im Gespräch. Foto: Bopp

Etwas dagegen hat Olaf Janßen, der schon zwei Mal den FVM-Pokal mit der Viktoria in die Höhe stemmen durfte. Im letzten Jahr bestritt der Drittligist einen tollen Pokalfight gegen die TSG Hoffenheim und schied gegen den Bundesligisten erst nach Verlängerung aus.

„Wir sind froh, dass wir die Partie in unserem Wohnzimmer austragen dürfen. Der Sportpark ist eine perfekte Stätte für Fußball mit einer wunderbaren Atmosphäre und einem perfekten Rasen“, weiß der Viktoria-Coach.

Viktoria Köln hat zwölf Spieler mit Sommergrippe

Janßen hat jedoch einige Sorgen bis zum Spiel. „Wer unseren Weg in dieser Saison verfolgt hat, weiß, dass wir einige Verletzungssorgen hatten. Rund 300 Spieler musste ich während der Spielzeit ersetzen. Auch aktuell ist die Situation kniffelig“, verrät Janßen und ergänzt: „Derzeit habe ich nur sechs Spieler im Training. Zwölf haben sich eine Sommergrippe eingefangen und liegen im Bett. Es ist dramatisch, wir müssen versuchen, die Jungs bis Samstag irgendwie gesund zu bekommen.“

Dagegen hat die Fortuna keine Aufstellungssorgen. „Alle sind fit, wir brauchen auf keinen zu verzichten“, erzählt Ende. Der Coach der Südstädter ist derweil froh, dass sein Team wieder in Form gekommen ist. „Wir haben zwei Monate schlechte Ergebnisse erzielt und auch nicht gut gespielt. Deshalb haben wir im Aufstiegskampf abreißen lassen. Aber ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir nicht einfach so den Schalter umlegen können. Zum Glück sind wir nun wieder im Rhythmus und heiß auf das Spiel.“

Schließlich ist der letzte Triumph der Südstädter schon lange her, 2013 gewann die Fortuna gegen Alemannia Aachen den Pokal. Damals unter Trainer Uwe Koschinat.

Bisher sind 4.200 Karten bereits verkauft, es gibt aber noch Tickets online unter tickets.fvm.de oder möglicherweise an der Tageskasse ab 14.15 Uhr.