Im Juni, Juli und August können die Straßenbahnen für neun Euro im Monat genutzt werden. Foto: Bopp

Köln | Ab Mittwoch, den 1. Juni, gilt in Deutschland das Neun-Euro-Ticket. Drei Monate lang können die Fahrgäste das Ticket nutzen, um quer durch Deutschland im öffentlichen Personen-Nahverkehr zu reisen.

Kurz vor dem Start sind bereits sieben Millionen Tickets verkauft worden. „Es gibt also einen richtigen Run auf das 9-Euro-Ticket“, sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP). Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) schätzt, dass rund 30 Millionen Menschen in Deutschland das Neun-Euro-Ticket nutzen werden.

Report-K sagt ihnen, was sie über die vergünstigte Fahrkarte wissen müssen.

Wo kann ich das Ticket kaufen?

Das Ticket kann über diverse Fahrkartenschalter am Bahnhof, Kundenzentren der Kölner Verkehrsbetriebe oder bei den Schaltern der Deutschen Bahn erworben werden. Neu ist seit dem 31. Mai auch, dass es vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen auch eine eigene „9-Euro-Ticket“-App, die auf den gängigen Plattformen wie Appstore oder Playstore runtergeladen werden gekauft werden können. Möglich ist der Kauf aber auch über die KVB- oder VRS-App.

Wie lange ist das Neun-Euro-Ticket gültig?

Jeweils im Juni, Juli und August kann das Ticket erworben werden. Jeweils für den Kalendermonat muss eine neue Fahrkarte gekauft werden. Nicht möglich sind Tickets für gleitende vier Wochen wie zum Beispiel von Mitte Juni bis Mitte Juli. Insgesamt bezahlt man 27 Euro für drei Monate.

Wo kann ich das Neun-Euro-Ticket nutzen?

Bundesweit. Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen und Zügen des Nah- und Regionalverkehrs können ohne Zuzahlung benutzt werden – egal ob von der Deutschen Bahn oder anderen Anbietern. Ausgeschlossen sind jedoch Fernzüge wie der Intercity, Eurocity oder ein ICE.

Es lohnt sich aber auf jeden Fall, das Neun-Euro-Ticket auszuprobieren. Wenn man vier Mal innerhalb von Köln unterwegs sein möchte, hat man das Geld schon wieder raus.

Werden Fahrgäste weiter in Personen-Nahverkehr kontrolliert?

Ja, die Verkehrsunternehmen, darunter auch die KVB, werden wie gewohnt weiter die Fahrgäste überprüfen. Wer ohne Ticket angetroffen wird, zahlt nach wie vor ein erhöhtes Beförderungsgeld von meist 60 Euro.

Warum wurde das Ticket nicht umsonst angeboten?

Diesen Vorschlag hat es tatsächlich gegeben, um den Aufwand zu senken. Ein entscheidender Grund dafür, dass nun doch Geld verlangt wird, ist, dass man das Verhalten der Kunden besser analysieren kann. Wer nutzt auf welchen Strecken Busse und Bahnen, wenn es deutlich günstiger ist – das ist für die Verkehrsbetriebe eine spannende Frage.

Wie profitieren Studierende vom Neun-Euro-Ticket?

An der Kölner Universität herrscht mittlerweile Klarheit. Es ist geplant, den Beitrag für das Sommersemester rückwirkend zu senken. Bei der Technischen Hochschule arbeitet man noch an der Rückerstattung für die Studierenden.

Was sagen die Kölner Verkehrsbetriebe?

Über 65.000 Tickets wurden in Köln bereits verkauft. Viele Möglichkeiten hat die KVB jedoch nicht, auf den möglichen großen Ansturm zu reagieren und die Taktung der Busse und Bahnen zu erhöhen. „Wir freuen uns über diesen Erfolg“, betont KVB-Sprecher Matthias Pesch.