Die Hockey-Herren von Rot Weiss Köln jubeln nach dem 3:1 durch Christopher Rühr. Foto: Imago/foto2press

Bonn | Rot Weiss Köln darf weiter von der Titelverteidigung in der Hockey-Bundesliga träumen. Die Mannschaft von Trainer Pasha Gademan besiegte im Halbfinale den Harvestehuder THC mit 3:1 und steht erneut im Finale. Das Endspiel findet am Sonntag um 13.45 Uhr statt. Gegner ist Endrunden-Neuling Hamburger Polo-Club.

Die Norddeutschen bezwangen im zweiten Halbfinale den Mannheimer HC mit 3:0. In der Hauptrunde trafen Rot Weiss Köln und der Polo-Club zweimal aufeinander. Beide Teams konnten jeweils das Auswärtsspiel mit 2:1 gewinnen.

Für den Favoriten aus Köln war das Spiel gegen den HTHC aber ein hartes Stück Arbeit, ehe der Erfolg nach intensiven 60 Minuten feststand. Die Hamburger erwiesen sich als eine harte Nuss und gingen nach einer kurzen Ecke durch Michael Körper (17.) in Führung. Köln kam dagegen nur schwer in die Partie und hatte in der Offensive kaum Möglichkeiten, sich Chancen herauszuspielen.

Am Ende des dritten Viertels hatte der Titelverteidiger riesiges Glück, dass Maxi Schlüter nur den Pfosten des Kölner Tores traf. Ein mögliches 0:2 hätte eine kleine Vorentscheidung bedeutet.

Rot Weiss Köln dreht die Partie im letzten Viertel

So kippte die Partie in der letzten Viertelstunde. Nach nur 37 Sekunden im letzten Viertel markierte Kai Aichinger den wichtigen Ausgleich für Rot Weiss. Nur drei Minuten nach dem 1:1 drehte Elian Mazhour (49.) das Spiel zugunsten der Vorrundenprimus. Christopher Rühr mit einem tollen Schlenzer in die lange Ecke (52.) sorgte dann endgültig für Jubel im Kölner Fanblock.

Aus die drei Treffer binnen sieben Minuten konnten die Hamburger nicht mehr antworten. Köln, das in der Vorrunde die beste Defensive der Saison stellte, musste zwar noch zwei Strafecken verteidigen, ließ aber keinen weiteren Treffer zu. So wurde der harte Kampf am Ende belohnt und der Traum von der Deutschen Hockey-Meisterschaft lebt.