Markus Pröll 2004 im Trikot der Eintracht gegen den FC. Foto: Bopp

Köln | Von 1995 bis 2003 spielte Markus Pröll für den 1. FC Köln und stand in 123 Mal im Tor des FC (53 in der Bundesliga, 58 Zweite Liga, zwölf im DFB-Pokal). Mit seiner offenen und ehrlichen Art kam der Schlussmann in Köln gut an.

Seine erfolgreichste Zeit in der Liga hatte er aber erst nach seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt, jedoch warfen ihn diverse Verletzungen an Schulter und Hüfte immer wieder zurück. Mit nur 31 Jahren musste Pröll seine Karriere vorzeitig beenden.

Mittlerweile ist der ehemalige Fußballprofi Unternehmer, doch das Interesse am Fußball hat nie nachgelassen. „Wenn es die Zeit erlaubt, bin ich im Stadion“, sagt Pröll vor dem Duell seiner Ex-Klubs Frankfurt und Köln am Sonntag (15.30 Uhr).

Markus Pröll: Letzte FC-Saison war klasse

„Die vergangene Spielzeit war klasse, ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Köln den Sprung in den Europapokal geschafft hat. Wenn man bedenkt, welches Potenzial die Kölner Mannschaft gegenüber anderen Vereinen hatte, war die Leistung enorm“, lobt Pröll das FC-Team.

Vater des Erfolges ist für den ehemaligen sechsfachen U21-Nationaltorwart Steffen Baumgart. „Ich finde seine Art einfach geil. Seine Emotionalität kommt an, ich fand Steffen bereits in seiner Zeit in Paderborn super. Er hat es geschafft, harte Arbeit und Spielfreude beim FC zu vereinen.“

Markus Pröll, hier mit Markus Kurth, spielte acht Jahre für den 1. FC Köln. Foto: Bopp

Geht der Trend weiter nach oben? Pröll ist da vorsichtig: „Der Verein hat einige Abgänge zu verkraften, besonders der Wechsel von Salih Özcan könnte schmerzen. Ich glaube, dass es für Köln eine schwere Saison wird. Ich hoffe deshalb, dass die Fans einen Schuss Besonnenheit an den Tag legen werden und ein wenig auf dem Boden bleiben, wenn es mal nicht so läuft. Es sollte auch bei Niederlagen ruhig bleiben.“

Zumal die finanzielle Situation beim FC nicht einfach ist und große Investitionen nicht möglich gewesen sind. Deshalb sollen die euphorischen Anhänger sich auf die kommenden Festtage in der Conference League und der Bundesliga freuen. „Das werden hoffentlich tolle und erfolgreiche Abende“, erklärt der frühere Spielerberater und Torwart-Trainer von Alemannia Aachen.

Bevor es im Europapokal losgeht, steht erst einmal den Start in der Bundesliga an. Nach dem Aus im DFB-Pokal bei Jahn Regensburg erwartet der FC nun Aufsteiger Schalke 04 im ausverkauften RheinEnergieStadion.

„Das Pokal-Aus ist unglücklich gewesen. Jetzt heißt es Mund abputzen und sich auf die Bundesliga zu konzentrieren. Fußball wird gearbeitet und in jedem Spiel muss man Gas geben. Aber ich bin sicher, dass Steffen Baumgart vor der Partie die richtigen Worte finden wird. Denn Schalke ist kein gewöhnlicher Aufsteiger, sondern ein Klub mit viel Potenzial“, weiß Pröll. „Wichtig ist für den FC ein positiver Start in die Spielzeit.“