Robin Meißner erzielt das 1:0 für Viktoria Köln bei Rot-Weiss Essen. Foto: Imago/Team2

Essen | Das ist ein echtes Ausrufezeichen der Viktoria: Die Mannschaft von Olaf Janßen gewann das Drittligaspiel bei Rot-Weiss Essen mit 4:1 (2:0) und feierte den ersten Auswärtsdreier der Saison. Dabei zeigten sich die Kölner an der Hafenstraße sehr effizient, fast jeder Schuss auf das Tor war ein Treffer.

Somit bleibt die Viktoria auch im zehnten Duell mit dem Klub aus dem Ruhrgebiet seit 2014 ohne Niederlage und sicherten sich den zweiten Erfolg in Serie. Sehr zur Freude der mitgereisten Fans, die nach dem Schlusspfiff ihr Team mit „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ feierten.

Olaf Janßen lobt die Leistung seiner Viktoria

„Wir haben das Spiel mit heißem Herzen und kühlen Verstand durchgezogen. Das eine Reifeprüfung, das war schon Klasse“, lobte Trainer Janßen und erinnerte an die schwierige Zeit in der vergangenen Spielzeit. „In der letzten Saison hatten wir nach neun Spielen fünf Punkte, jetzt sind es nach drei Partien sechs Zähler. Das fühlt sich richtig gut an.“

In der ersten Viertelstunde hatten die Gäste jedoch einige heikle Szenen zu überstehen. Essen war dominant und hatte gute Möglichkeiten zur frühen Führung. Doch Viktorias Torwart Elias Bördner zeigte sich in exzellenter Verfassung und entschärfte die beiden Weitschüsse von Thomas Eisfeld it den Fäusten.

Der 20-Jährige stand etwas überraschend zwischen den Pfosten. Jedoch mussten die Kölner kurzfristig auf Ben Voll verzichten. Der Held vom 1:0-Erfolg gegen Wehen-Wiesbaden musste aufgrund einer Lebensmittelvergiftung passen. Zudem ersetzte Jamill Siebert in der Viererkette den gesperrten Christoph Greger.

Robin Meißner trifft zum 1:0 für Viktoria bei RWE

Von der Viktoria war zunächst offensiv kaum etwas zu sehen, die Elf von Olaf Janßen musste zunächst die Defensive stabilisieren. Umso überraschender war das 1:0 der Höhenberger. Dabei bewies Robin Meßner seine Torjäger eindrucksvoll. Der vom Hamburger SV ausgeliehene Stürmer schaltete nach einer Flanke von Patrick Koronkiewicz schneller als Gegenspieler Daniel Heber und markierte aus sechs Metern die Führung (26.).

„Dafür bin ich da, um die Tore zu machen“, sagte Meißner nach seinem ersten Saisontor mit einem Lächeln. „Wir wollten viele Spieler in der gegnerischen Box haben und uns Chancen erarbeiten. Das haben wir geschafft.“

Und die Mannschaft von der Schäl Sick blieb bei heißen Temperaturen eiskalt und nutzte auch die zweite Gelegenheit zum Tor. Nach einem Foul an Kevin Lankford im Essener Strafraum schnappte sich Marcel Risse den Ball und Viktorias Kapitän verwandelte den Elfmeter souverän zum 2:0 (45.+2). RWE-Keeper Jakob Golz war erneut ohne Abwehrchance.

Nach der Pause war der Aufsteiger bemüht und versuchte den Anschlusstreffer zu erzielen, doch die Kölner Defensive ließ kaum gefährliche Situationen zu. Auf der anderen Seite blieben die Gäste gnadenlos effizient. Nach einer Ecke von Risse bugsierte Essens Abwehrspieler Felix Bastians den Ball per Kopf unglücklich ins eigene Tor (62.).

Viktoria Köln: Simon Handle sorgt für Endstand

Nach dem dritten Nackenschlag gaben die Essener nicht auf und schafften zumindest den Ehrentreffer durch Simon Engelmann. Doch weitere Gelegenheiten gab es dank einer konzentrierten Vorstellung der Gäste-Defensive für RWE nicht mehr. Dafür krönte der eingewechselte Simon Handle in der Nachspielzeit die starke Leistung der Viktoria mit dem 4:1.

„Es ist gut für uns gelaufen. Wir haben das Spiel von der ersten Minute positiv angegangen, haben aber einen Ticken gebraucht“, analysierte Meißner. „Aber nach dem 1:0 lief es besser. Nicht unwichtig war das zweite Tor vor der Pause. Es war ein Mannschaftserfolg.“

Lange darf sich die Elf aus Höhenberg nicht freuen, denn schon am Samstag um 14 Uhr geht es im Heimspiel gegen Dynamo Dresden in der Kigfa weiter. Dann möchte die Viktoria den Sieg aus Essen mit einem weiteren Erfolg gegen den Zweitligaabsteiger vergolden.