Viktorias Niklas Mai im Zweikampf gegen Kyrylo Melichenko. Foto: Bopp

Köln | Jubel bei der Viktoria, Frust bei der Fortuna. Während die Höhenberger durch den 2:1-Erfolg über Dynamo Dresden eine perfekte Englische Woche feiern durften blamierten sich die Südstädtern durch eine 0:3-Niederlage beim bisherigen Regionalliga-Schlusslicht Wattenscheid 09.

Bei der Viktoria strahlten die Spieler mit der Sonne um die Wette. Dank einer bärenstarke Leistung sicherte sich die Elf von Olaf Janßen den dritten Dreier binnen sieben Tagen und schenkten ihrem Coach den Premierensieg gegen seinen Ex-Verein. Den bejubelte der 55-Jährige nach dem Schlusspfiff ausgelassen mit Sportvorstand Franz Wunderlich.

„Die Mannschaft hat herausragend gearbeitet. Da darf man sich auch mal mehr als normal freuen“, erklärte Janßen seine Gefühlsexplosion. „Wir haben im Ballbesitzspiel einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Das freut einen Trainer. Überzeugung und Vertrauen ist da. Diese neun Punkte haben wir nur erreicht, weil wir eine tolle Bank haben. Es herrscht ein besonderer Geist in der Mannschaft.“

Viktoria Köln: Robin Meißner schnürt Doppelpack

Überragend bei den Gastgebern war dabei Robin Meißner. Der Stürmer schnürte einen Doppelpack und bewies bereits in seinem dritten Spiel für seinen neuen Klub wie wichtig er ist. Der vom Hamburger SV ausgeliehene Torjäger besorgte mit einem frechen Schuss durch die Beine von Dresdens Kyrylo Melichenko den Ausgleich. Zwei Minuten vor dem Wechsel jagte Meißner den Ball nach einer tollen Kombination aus 14 Metern in den Winkel und drehte damit die Partie.

„Es ist schwer für den Torwart, wenn man einen Gegenspieler den Ball durch die Beine spielt. Hat gut geklappt. Beim 2:1 haben wir es überragend gespielt“, sagte Meißner mit einem Lächeln. „Ich bin zu 100 Prozent zufrieden mit der Entscheidung nach Köln zu kommen. Ich bin sofort aufgenommen worden und bin sehr zufrieden mit den ersten Wochen bei der Viktoria.“

Viktoria Köln Rückstand gegen Dresden

Dresden war zuvor durch Ahmet Arslan in Führung gegangen. Vor 1.000 mitgereisten Fans nutzte das Team des ehemaligen Trainers des 1. FC Köln, Markus Anfang, die erste Gelegenheit eiskalt aus. Doch die Viktoria kämpfte sich bei heißen Temperaturen zurück, zeigte großen Willen und auch spielerische Elemente.

Markus Anfang verlor mit Dynamo Dresden bei Viktoria Köln mit 1:2. Foto: Bopp

So belohnten sich die Höhenberger mit einer fantastischen Teamleistung mit den zweiten Heimsieg der Saison und kletterten in der Dritten Liga vorerst auf den fünften Tabellenplatz.

Dagegen läuft es bei Fortuna Köln überhaupt nicht. Nach einer schwachen Vorstellung setzte es im Lohrheidestadion eine peinliche 0:3-Niederlage bei Wattenscheid 09. Die Bochumer, die bisher keinen Punkte sammeln konnten und ein Torverhältnis von 2:16 aufwiesen, waren also auch nicht der erhoffte Aufbaugegner für die Rot-Weißen.

Fortuna Köln knüpft an schwache Leistung an

Im Gegenteil, die Mannschaft von Markus von Ahlen knüpfte an die indiskutable Leistung gegen Rödinghausen an. Dennis Knabe-Lerche mit einem verwandelten Foulelfmeter (22.), Abid Yanik per Konter (45.) sowie Niko Bosjnak (82.) deckten die Schwächen der Fortuna gnadenlos auf. Zudem verschoss Sascha Marquet beim 0:1 noch einen Handelfmeter.

Mit nur einem Punkt aus den ersten vier Begegnungen rutschte der eigentliche Aufstiegsaspirant in der Regionalliga West auf Rang 15 ab. Sollte es auch am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 II nicht mit einem Erfolgserlebnis klappen, könnte es schon eng für den erst im Sommer verpflichteten Trainer Markus von Ahlen werden.