Das Symbolbild zeigt den Tagebau in Hambach im Rheinischen Revier.

Köln | Die Kölner Industrie- und Handelskammer (IHK Köln) stellte heute ihre Fokusthemen für das Jahr 2022 vor: Fachkräfte, Innenstadt und Rheinisches Revier. Zwei Themen machen Sorgen. Das dritte birgt Chancen für Köln und die Region.

Sorgen 1 macht: Der Mangel an Fachkräften

Die IHK Köln stellt fest, dass die Corona-Pandemie die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt und der Dualen Ausbildung noch einmal verschärfte. Die Kammer befürchtet, dass die Herausforderungen die Wirtschaft klimagerecht und nachhaltig umzubauen, so nicht zu schaffen seien. Eine Kommunikationsoffensive soll helfen junge Menschen für duale Ausbildungen zu begeistern.

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Sorge 2: Die Innenstädte im Kammerbezirk und in der Metropole Köln

Die Einkaufsstraße verlieren an Attraktivität stellt die Kammer fest. Der neue Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein: „Am Beispiel Kölns sehen wir, dass wie in allen anderen Innenstädten jetzt gehandelt werden muss. Dazu brauchen wir einen neuen Nutzungsmix, der der geringer werdenden Dominanz des Handels Rechnung trägt. Jede Innenstadt ist dabei individuell zu bewerten und braucht eigene Konzepte“. Die IHK Köln will jetzt mit den Städten ein Zielbild erarbeiten. Die IHK blickt mit Sorge auf die verkehrliche Anbindung der Innenstädte und fürchtet eine ideologisch getriebene Verdrängung des Autos.

Die Chance: Das Rheinische Revier

Das Rheinische Revier steht vor einem gewaltigen Wandel. Weg von der Kohle hin zu? Das ist offen. Bekannt ist: Viel Geld rund 14 Milliarden Euro werden ins Rheinische Revier fließen. Die IHK Köln fordert Rahmenbedingungen, die gut für Investoren seien und eine Konzentration auf die erforderliche Infrastruktur, wenn neue Industrien und Gewerbe auf den umgewidmeten Industrieflächen entstehen sollen. Dazu gehöre auch die Sicherstellung einer klimaneutralen Energieversorgung. Denn rund um das Rheinische Revier siedelten sich bislang Industrien an, die stromhungrig sind: Papierhersteller oder Aluhütten. „Wir alle wollen eine klimaneutrale Wirtschaft, aber wir brauchen eine sichere und bezahlbare Energieversorgung, vernünftige und schnelle Planungs- und Genehmigungsprozesse, sehr schnell neue Flächen für Industrie und kein Klein-Klein mit vielen Partikularinteressen“, so Vetterlein.

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