Das Pressefoto der Stadt Köln zeigt die neue Anna-Langohr-Grundschule in Köln-Volkhoven/Weiler. | Foto: Gebäudewirtschaft der Stadt Köln/Sabine Große-Wortmann

Köln | Die Stadt Köln wird in Kürze die Anna-Langohr-Grundschule am Fühlinger Weg 7 eröffnen. Die Namensgeberin erinnert an das Attentat auf die Volksschule von Volkhoven am 11. Juni 1964.

Eigentlich sollte die neue Anna-Langohr-Grundschule am Fühlinger Weg 7 schon nach den Sommerferien eröffnet werden, nachdem der Bau durch die Corona-Pandemie und Insolvenzen verzögert wurde. Aber bei den Freimessungen der Raumluft überschritten die Werte zunächst die Grenzwerte. Aus den verwendeten Lacken gab es Ausdünstungen. Jetzt haben die letzten Messergebnisse ergeben, dass dem Schulstart nichts entgegensteht.

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Der Bau wurde im Jahr 2017 begonnen und kostet rund 15 Millionen Euro. Jetzt können die Schüler*innen einziehen, die bislang mit dem Bus nach Köln-Heimersdorf fahren mussten.

Die Schule bekommt den Namen der Lehrerin Anna Langohr. Sie stellte sich dem Attentäter von Volkhoven am 11. Juni 1964 entgegen, als dieser mit seinem Flammenwerfer die Schüler- und Lehrerinnen angriff. Die 67-jährige Lehrerin stellte sich schützend vor die Kinder. Der Flammenstrahl darf sie und ihre Kleidung ging in Flammen auf. Acht Kinder und zwei Lehrerinnen wurden bei dem Attentat tödlich verletzt. Weitere 20 Kinder und zwei Lehrer*innen erlitten schwere Brandverletzungen. Der Täter brachte sich selbst um. Lehrerin Anna Langohr schwebte eine Woche in Lebensgefahr und könnte die Klinik erst nach vier Monaten verlassen. Sie wurde mit dem Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice, dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland und der Rettungsmedaille des Landes NRW geehrt. Sie starb im Alter von 93 Jahren. Schon die Schule in Heimersdorf in die Kinder bislang gingen, war nach ihr benannt: Gemeinschafts-Grundschule mit Offener Ganztagsschule Anna-Langohr-Schule.

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