Köln | red, dts | Die 7-Tage-Inzidenz in Köln macht jeden Tag gewaltige Sprünge nach oben. Die Corona-Meldelage für Köln und Deutschland am 10. Januar.

Die Corona-Lage in Köln am 10. Januar

Das Infektionsgeschehen in Köln ist deutlich höher, als es die tagesaktuell von den Behörden gemeldeten Neuinfektionen und die 7-Tage-Inzidenz zeigen. Das Geschehen ist von Nachmeldungen geprägt, so dass davon auszugehen ist, dass die 7-Tage-Inzidenz in Köln möglicherweise bereits den Wert 500 überschritten haben könnte.

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1.107 Neuinfektionen meldet das Robert Koch-Institut für den gestrigen Montag in Köln. Die 7-Tage-Inzidenz im Zeitraum 4. bis 10. Januar geben die Behörden mit 421,9 an. Wie wenig aussagekräftig dieser Wert ist zeigen die jeweiligen Zahlen des Vorvortages: Am 10. Januar meldeten die Behörden eine 7-Tage-Inzidenz für Köln für den 9. Januar von 370,6, die sie heute bereits durch Nachmeldungen auf 451,9 korrigieren mussten.

Ein Mensch starb an oder mit Covid-19 am gestrigen 10.Januar in Köln, so dass die Gesamtzahl der Toten seit Ausbruch der Pandemie in Köln auf 896 steigt. 28 Patient*innen werden derzeit intenisvmedizinisch in den Kölner Kliniken behandelt, so das DIVI-Intensivregister, und davon 17 invasiv beatmet. 7,84 Prozent der Kölner Intensivbetten sind derzeit frei.

RKI meldet 45.690 Corona-Neuinfektionen deutschlandweit – Inzidenz steigt auf 387,9

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 45.690 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 50 Prozent oder 15.129 Fälle mehr als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 375,7 auf heute 387,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 674.700 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 80.800 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 322 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.772 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 253 Todesfällen pro Tag (Vortag: 258).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 114.351. Insgesamt wurden bislang 7,58 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsrate bei 3,34 bundesweit

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist im Vergleich zum Vortag gesunken, im Vergleich zur Vorwoche aber gestiegen. Das RKI meldete am Dienstagmorgen zunächst 3,34 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Montag ursprünglich: 3,37, Dienstag letzter Woche ursprünglich 3,12). Es handelt sich um die jeweils vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden.

Mit Abstand am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten weiter in Bremen (29,99). Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (7,39), Thüringen (6,74), Sachsen-Anhalt (5,55), Hamburg (4,70), Brandenburg (4,35), Sachsen (3,82), Saarland (3,56), Schleswig-Holstein (3,37), Berlin (3,25), Hessen (3,18). Vergleichsweise niedrige Raten gibt es in Nordrhein-Westfalen (2,81), Baden-Württemberg (2,67), Rheinland-Pfalz (2,61), Bayern (2,49) und Niedersachsen (1,92).

In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 2,72, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,91, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 3,01, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 2,39, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 4,12 und bei den Über-80-Jährigen bei 10,02 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

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