Köln | red, dts, aktualisiert | Die Kölner Inzidenz steigt erneut deutlich an und liegt jetzt über 450, damit müssten in Köln etwa Clubs nach den gestern erarbeiteten Maßnahmen schließen. Und weitere Einschränkungen stehen in Köln bevor. Heute Mittag will die Stadt über die Entscheidungen des Krisenstabes berichten. Die Corona-Lage in Köln und Deutschland am 2. Dezember.

Die Corona-Lage in Köln am 2. Dezember

Die 7-Tage-Inzidenz in Köln für den Zeitraum 26. November bis 2. Dezember überspringt den Wert 450 und liegt jetzt bei 454,1. Damit liegt sie um einen Wert von 100 über dem Grenzwert von 350, der gestern bei den Bund-Länder-Beschlüssen festgelegt wurde. Was dies für Köln bedeuten könnte: Clubs und Diskotheken in Innenräumen müssen geschlossen werden, aber auch sonst müssen alle Kontakte reduziert werden. Bei privaten Feiern gilt bei über 350 Infektionen je 100.000 Einwohnern für private Feste und Zusammenkünfte eine Teilnehmergrenze von 50 unter 2G in Innenräumen und 200 Personen im Außenbereich. Großveranstaltungen sollen abgesagt werden. In den Schulen gilt etwa Maskenpflicht. Heute will der Kölner Krisenstab gegen Mittag berichten, welche Maßnahmen getroffen werden. Zudem müssen die Bund-Länder-Beschlüsse noch durch das Land NRW in Landesrecht umgesetzt werden. Köln hat die höchste 7-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen und liegt deutlich über landesweiten 7-Tage-Inzidenz von 288,1.

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Für den gestrigen Donnerstag meldet das Robert Koch-Institut (RKI) und das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LG NRW) 538 neuregistrierte Covid-19-Fälle für Köln. Damit sind seit mehreren Tagen die Zahlen von RKI und LG NRW wieder deckungsgleich. 2 Menschen verstarben an oder mit Covid-19 in Köln. Nach Schätzungen des LG NRW sind derzeit in Köln 9.900 Menschen infiziert.

46 Menschen werden derzeit nach DIVI-Intensivregister auf Kölner Intensivstationen mit einer Covid-19-Erkrankung intensivmedizinisch betreut. 31 von ihnen – eine Steigerung gegenüber dem Vortag – werden invasiv beatmet. Der Anteil freier Intensivbetten in Köln liegt aktuell bei 8,75 Prozent.

RKI meldet 74.352 Corona-Neuinfektionen deutschlandweit – Inzidenz steigt auf 442,1

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 74.352 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 2,7 Prozent oder 2.062 Fälle weniger als am Freitagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg trotzdem laut RKI-Angaben von gestern 439,2 auf heute 442,1 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Dass die Zahl der neuen Fälle gegenüber der Vorwoche sank, der Inzidenzwert aber stieg, ist nur möglich, weil das RKI letzte Woche zahlreiche Nachmeldungen aus früheren Zeiträumen hatte, die aber in die Inzidenzwertberechnung nicht eingehen. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 925.800 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 151.400 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor. Außerdem meldete das RKI nun 390 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 2.092 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 299 Todesfällen pro Tag (Vortag: 294). Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 102.568. Insgesamt wurden bislang 6,05 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungs-Inzidenz steigt auf 5,52 – aber unter Vorwoche   

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist nach zwei Rückgängen in Folge wieder gestiegen, liegt aber immer noch unter dem Wert der Vorwoche. Das RKI meldete am Freitagmorgen zunächst 5,52 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden 7 Tagen (Donnerstag ursprünglich: 5,47, Freitag letzter Woche ursprünglich 5,97). Es handelt sich um die jeweils vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden.

Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Thüringen (20,23), mit deutlichem Abstand folgt dahinter Sachsen-Anhalt (9,77). In der Kategorie zwischen 6 und 9 liegen jetzt Mecklenburg-Vorpommern (8,75), Bayern (7,72) und Baden-Württemberg (6,31). Darunter sind Sachsen (5,87), das Saarland (4,98), Brandenburg (4,78), Rheinland-Pfalz (4,54), Bremen (4,41), Berlin (4,31), Nordrhein-Westfalen (4,11), Hessen (4,10) und Schleswig-Holstein (3,26).

Weiterhin unter 3 sind nur Niedersachsen (2,40) und Hamburg (1,67). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 2,65, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 1,39, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 2,02, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 3,44, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 8,67 und bei den Über-80-Jährigen bei 24,24 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner. Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, dass ab einer Hospitalisierungsinzidenz von 3,0 die 2G-Regel flächendeckend gilt.

Ab 6,0 sollte 2G-Plus kommen, ab 9,0 sollten weitere Maßnahmen ergriffen werden. Durch die neuen Bund-Länder-Beschlüsse vom Donnerstag hat diese Regel aber wieder an Bedeutung verloren, stattdessen wird wieder mehr auf die allgemeine Infektions-Inzidenz geachtet.

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