Köln | Die nach Verlagsangaben „erste umfassende Khomeini-Biographie in deutscher Sprache“ hat die Kölner Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur vorgelegt.

Ruhollah Musawi Khomeini (1902-1989) war die treibende Kraft hinter der Iranischen Revolution von 1978/79, die nicht nur zum Sturz des pro-westlich geltenden Schah Reza Pahlavi und der Gründung der shiitisch-religiös bestimmten Islamischen Republik führte, sondern das Machtgefüge in der arabisch-islamischen Welt bis heute verändert hat.

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Das 300-Seiten-Buch erzählt das Leben des Mannes, der 1902 in einem 2000-Seelen-Dorf geboren wurde, um als „Revolutionär des Islam“ Weltgeschichte zu schreiben, chronologisch nach, und zeichnet dabei ein differenziertes Bild des Religionsgelehrten und Revolutionärs: „Khomenei war der Mann, die Macht an sich zu reißen. Doch nie nutzte er die Macht zu seinem persönlichen wirtschaftlichen Vorteil. Anders als viele, die durch die Revolution in bedeutende Positionen aufstiegen, führte er bis zu seinem Tod ein asketisches Leben. Und für sein zentrales politisches Bemühen, die Unabhängigkeit Irans, war er bereit, große Opfer zu bringen.“

Katajun Amirpur wurde 1971 in Köln geboren, wo sie nach verschiedenen Stationen an anderen Universitäten seit 2018 Professorin für Islamwissenschaft ist. Zu Ihren Forschungsschwerpunkten an der Universität zu Köln gehören die intellektuelle Geschichte Irans, shiitischer Islam, Reformdiskurse im Islam, Islam & Gender sowie Iraner in Deutschland.

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Katajun Amirpur
Khomeini. Der Revolutionär des Islam
Eine Biographie
C.H. Beck
Hardcover 26,95€, e-Book 19,99€

Autor: Von Christoph Mohr
Foto: Das gemeinfreie Bild zeigt Ruhollah Musawi Khomeini und wurde 2013 der Wikipedia Commons hinzugefügt.

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