Haie-Torwart Justin Pogge jubelte mit seinen Kollegen nach dem Sieg über Ingolstadt auf der Ehrenrunde. Foto: Imago/Revierfoto

Köln | Der Einzug in die Playoffs durch den 1:0-Zittersieg nach Verlängerung gegen die Ingolstadt Panther war Balsam für die Seele der Kölner Haie. Die Spieler ließen sich auf der Ehrenrunde feiern, in der Kabine herrschte gute Laune und die Euphorie bei den 14.682 Anhänger in der Lanxess-Arena war riesig.

„Es hat heute sehr viel Spaß gemacht mit der tollen Kulisse. Danke an alle, die heute da gewesen sind. So eine Stimmung hier in Köln, haben wir die letzten Jahre mit den Zuschauerbeschränkungen vermisst“, sagte Moritz Müller erleichtert. Der Kapitän fügte hinzu: „Dann noch so ein wichtiger Sieg – vielleicht der wichtigste dieses Jahr – mit dem Einzug in die Playoffs, das war ein toller Tag.“

Kölner Haie erwarten erneut die Ingolstadt Panther

Doch zu lange wollten sich die Sieger nicht mit dem wichtigen Erfolg beschäftigen. Schließlich geht es am Dienstag (19.30 Uhr) im Henkelmännchen schon weiter – und dann warten wieder die Ingolstädter auf das Team von Uwe Krupp.

Am Montag gab es eine lockere Trainingseinheit, die jeder individuell nutzen konnte. Einige Spieler waren auf dem Eis, anderen waren nur im Kraftraum und fuhren Fahrrad. Regeneration und den Akku aufladen war angesagt.

„Es geht nun wieder neu los, der Sieg von Sonntag zählt nicht mehr. Die Jungs sind aber gut mit dem Druck gut umgegangen, wir standen ja mit dem Rücken zur Wand“, lobt Krupp. „Wir waren aggressiv und diszipliniert, durch die Bank weg war es ein ordentliches Spiel von uns. Daran müssen wir anknüpfen. Ich bin überzeugt, dass es gegen Ingolstadt eine gute Serie wird.“

Dabei starten die Haie mit einem Heimspiel und hoffen auf eine breite Unterstützung der Fans, ehe es am Donnerstag bei den Panthern weitergeht. Sollte eine dritte Partie nötig sein, würde diese am Freitag erneut in Bayern steigen. Den psychologischen Vorteil hat der KEC also auf seiner Seite, sollte erneut ein Heimsieg gelingen.

Kölner Haie: Moritz Müller will ein mutiges Team auf dem Eis sehen

„Ich glaube, dass es ein Vorteil ist, dass wir zuerst in Köln spielen. Wir haben ein knappes Spiel erlebt, davon gehe ich auch am Dienstag aus. Wenn wir so spielen wir am Sonntag ist alles drin. Ich hoffe, dass wir mit einem Sieg vorlegen können. Wir dürfen nicht zögerlich sein, sondern müssen mutig sein und nach vorne spielen“, gibt Müller die Marschrichtung vor.

Die Haie sind nun wieder bissig – rechtzeitig zum Start der ersten Playoff-Runde geht es stetig bergauf. Und der KEC geht mit Schwung in das erste Meisterrundenspiel seit dem 7. April 2019. Damals verloren die Kölner das vierte Halbfinale gegen die Adler Mannheim mit 2:4.

Trotz der Niederlage erinnern sich die Haie gerne an die Playoffs der Saison. Im Viertelfinale entzauberten die Domstädter die Panther mit 4:3-Siegen, nachdem das Team zunächst nur einen Erfolg aus vier Begegnungen landen konnte. Danach siegte der KEC aber mit 4:2, 5:2 und 3:2 – der Einzug unter die besten Vier war geschafft.

Krupp: „Jetzt werden die Karten neu gemischt. Aber wir wollen ein unangenehmer Gegner sein. Wir sind bereit!“