Symbolbild

Köln | Die Kölner Impfpanne: Rund 2.000 abgelaufene Impfdosen des Impfstoffs Moderna wurden in Köln über einen längeren Zeitraum verimpft. Jetzt äußert sich das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zur Kölner Impfpanne.

Die Hintergründe zur Kölner Impfkampagne und wo der abgelaufene Impfstoff verimpft wurde, finden Sie hier bei report-K: https://www.report-k.de/impfpanne-in-koeln-abgelaufener-impfstoff-tausendfach-verimpft/

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Klar ist rund 2.000 Dosen des abgelaufenen Impfstoffes wurden Kölner*innen bei mobilen Impfterminen verimpft. Daraufhin hatte sich die Stadt Köln und ihr Gesundheitsamt an die Experten des PEI gewandt und nachgefragt, welche Folgen der abgelaufene Impfstoff für die Impflinge haben könnte. Die Experten gehen davon aus, dass bei Impfstoffen, die abweichend von den Vorgaben zur Lagerung, gelagert und verimpft werden „gewisse Einbußen hinsichtlich der Wirksamkeit auftreten können“. Allerdings geht das PEI nicht von einem Komplettverlust des Wirkstoffs aus.

Die Stadt Köln zitiert in einer schriftlichen Mitteilung nun das PEI: „Bei den Erstgeimpften sollte die Zweitimpfung wie empfohlen mit der korrekten Dosis erfolgen, weil hier eine aufgrund inkorrekter Lagerung reduzierte Dosis durch die Zweitimpfung wahrscheinlich ausgeglichen würde. Die mit dem falsch gelagerten Impfstoff Zweitgeimpften sollten tatsächlich nach drei Monaten durch Drittimpfung geboostert werden. Bei den mit falsch gelagertem Impfstoff geboosterten Personen sollte ebenfalls eine weitere Boosterung frühestens vier Wochen und spätestens drei Monate nach letzter (falscher) Drittimpfung erfolgen. Der Impfarzt/die Impfärztin sollte seinerseits/ihrerseits eine Abwägung der individuellen Nutzen-Risikosituation vornehmen.“

Jetzt will die Stadt die Impflinge die mit dem abgelaufenen Impfstoff geimpft wurden anschreiben und Ihnen ein weiteres Impfangebot machen.

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