Köln | Die Zahlen zur Inzidenz in Köln, die das Robert Koch-Institut (RKI) derzeit angibt sind nicht aussagekräftig und damit ist es nicht möglich eine valide Aussage zum Infektionsgeschehen in Köln aktuell zu treffen. Die Corona-Lage in Köln und Deutschland.

Keine validen Zahlen für Köln

Am Montag meldete das RKI für den Sonntag 672 Neuinfektionen, am Dienstag für den Montag 558 neue Covid-19-Fälle und am Mittwoch für den Dienstag null. Das erscheint nicht realistisch, eine Erklärung hierfür gibt es nicht. Für den gestrigen Mittwoch nun spricht das RKI von 470 neuen Covid-19-Fällen und damit insgesamt 77.611 Infektionen seit Ausbruch der Pandemie. Ob diese Zahlen das aktuelle Infektionsgeschehen in Köln – neben der sowieso bestehenden Dunkelziffer – damit korrekt abbilden, bleibt fraglich. Dass am Dienstag keine Testungen oder Neuinfektionen in Köln festgestellt wurden, erscheint vor dem Hintergrund der Dynamik des derzeitigen Infektionsgeschehens in Köln als eher unrealistisch. Insofern ist auch der derzeit angegebene Wert für die 7-Tage-Inzidenz im Zeitraum 18. bis 24. November mit 288,0 in Frage zu stellen. Drei Menschen starben am gestrigen Mittwoch in Köln mit oder an Covid-19.

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47 Menschen werden derzeit in Kölner Intensivstationen mit einer Covid-19-Erkrankung laut DIVI-Intensivregister behandelt und davon 24 invasiv beatmet. Derzeit gibt es 7,79 Prozent freie – oder in Zahlen 25 – Intensivbetten.

RKI meldet 75.961 Corona-Neuinfektionen deutschlandweit – Wieder Höchstwert

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen vorläufig 75.961 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 16,2 Prozent oder 10.590 Fälle mehr als am Donnerstagmorgen vor einer Woche und nun schon zum wiederholten Mal mehr als jemals zuvor seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert lag bei 66.884 neuen Fällen binnen eines Tages und war erst kürzlich erreicht worden, alle paar Tage wird die Höchstmarke weiter nach oben geschoben.

Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 404,5 auf heute 419,7 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 729.200 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 196.700 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor.

Außerdem meldete das RKI nun 351 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.581 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 226 Todesfällen pro Tag (Vortag: 213). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 100.119. Insgesamt wurden bislang 5,57 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsinzidenz steigt auf 5,79 bundesweit

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist weiter gestiegen. Das RKI meldete am Donnerstagmorgen zunächst 5,79 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Mittwoch ursprünglich: 5,74, Donnerstag letzter Woche ursprünglich 5,30). Es handelt sich um die jeweils vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden.

Wirklich vergleichbar sind nur die unkorrigierten Werte in Bezug zum gleichen Tag der Vorwoche, ansonsten gibt es Wochentagsverzerrungen. Bund und Länder hatten sich zuletzt darauf verständigt, dass ab einer Hospitalisierungsinzidenz von 3,0 die 2G-Regel flächendeckend gilt. Ab 6,0 kommt 2G-Plus, ab 9,0 sollen weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Thüringen (18,72). Dahinter folgen Sachsen-Anhalt (12,11) und Bayern (9,46). In der 2G-Plus-Kategorie liegen weiterhin Mecklenburg-Vorpommern (7,82), Bremen (7,06) und Baden-Württemberg (6,13).

Sachsen (5,47), Hessen (4,59), Schleswig-Holstein (4,43), Nordrhein-Westfalen (4,21), Brandenburg (3,99), Rheinland-Pfalz (3,46) und das Saarland (3,46) überschreiten die erste Warnstufe. Neben Niedersachsen (2,86) und Hamburg (2,48) liegt mittlerweile auch Berlin (2,97) wieder darunter. In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 2,32, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 1,46, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,85, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 3,32, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 8,89 und bei den Über-80-Jährigen bei 28,54 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

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