Symbolbild Polizei

Köln | Fan-Walks, viele Drohnenpiloten, Pyrotechnik und ein Fußballspiel Schweiz gegen Ungarn. Die erste Partie zur Euro 2024, die im „Cologne Stadium“ ausgetragen wurde ist nun Geschichte. Und beide Mannschaften sind in der Gruppe mit der deutschen Nationalelf. Eine Nachlese.

Das Spiel und das Ergebnis: Schweiz besiegt Ungarn in deutscher Gruppe

Am 1. Spieltag der deutschen EM-Gruppe A hat die Schweiz gegen Ungarn mit 3:1 gewonnen. Die Eidgenossen dominierten dabei die erste Hälfte deutlich und gingen nach zwölf Minuten durch Kwadwo Duah in Führung. Kurz vor der Pause erhöhte Michel Aebischer aus 16 Metern auf 2:0. Die Ungarn agierten weitgehend zu passiv.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich das zunächst nicht. Mit zunehmender Spielzeit wurden sie jedoch mutiger und konnten sich vermehrt Chancen erspielen. In der 66. Minute nutzte Barnabas Varga schließlich eine dieser Gelegenheiten. Anschließend wurde das Spiel munterer, mit Torannäherungen auf beiden Seiten. In der Nachspielzeit sorgte Breel Embolo letztlich für die Entscheidung.

Am kommenden Mittwoch trifft Ungarn in Stuttgart auf die deutsche Mannschaft. Die Schweiz bleibt in Köln und spielt dort gegen die Schotten, deren Fans bereits in der Stadt eingetroffen sind. In den sozialen Netzwerken fragen sich besonders witzige Menschen schon, was für ein Schock es für die schottischen Fans bedeuten mag statt Bierkrügen nun Reagenzgläser aufgetischt zu bekommen. Aber das ist eine Randnotiz.

Polizei begleitet behelmt ungarische Ultras

Es gab Fan-Walks der ungarischen und schweizerischen Fans in Köln. Einer begann am Girlitzweg, der zweite an der Kitschburger Straße. Die ungarischen Ultras wurden eng von der Kölner Polizei begleitet und die Beamten trugen Helm. Es seien mehrere 10.000 Teilnehmer:innen unterwegs gewesen, so der Polizeibericht. Beim ungarischen Fan-Walk sei vereinzelt Pyrotechnik gezündet worden und ein Ungar sei in Gewahrsam genommen worden, weil er einem Platzverweis der deutschen Polizei nicht nachgekommen sei. Es gibt Videobilder von einem Vorfall auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants am „Cologne Stadium“, wo die Polizei Fans trennte. Beim ungarischen Fanmarsch soll es zudem zu Straftaten nach § 130 Strafgesetzbuch (StGB) gekommen sein. Es geht um Volksverhetzung. Die Beamten haben Strafanzeigen gefertigt, da mehrere Fans Parole mit volksverhetzendem Inhalt riefen.

Polizei stoppt Drohnen

In Köln gilt in bestimmten Bereichen ein Flugverbot für Drohnen. Etwa rund um das Stadium und die Fanzonen. Über diesen stellten die Beamten der Kölner Polizei mehr als 10 Drohnen fest. 8 der Drohnenpiloten konnten festgestellt werden und deren Fluggerät zur Landung gezwungen werden. Es seien acht Strafverfahren eingeleitet worden.

Der Einsatzleiter der Kölner Polizei Martin Lotz wird von seiner Behörde mit den Worten „weitestgehend störungsfreien Einsatzverlauf“ zitiert.