Erstmals seit zehn Jahren kehrte das Leichtathletik-Team der Deutschen Sporthochschule Köln damit wieder mit einem Einzeltitel von Deutschen Hallenmeisterschaften zurück. Nach Hürdensprinterin Kirsten Bolm 2002 war es bei den 59. Titelkämpfen in Karlsruhe Miguel Rigau, der sich am Sonntag den Meistertitel über 400m in 46,90s sicherte. Der 27 Jahre alte Olympiakandidat stellte zudem im Vorlauf mit 46,86 eine neue deutsche Jahresbestleitung auf. „Es war nicht nur Miguel, wir haben uns insgesamt mit unserer Truppe sehr gut präsentiert“, sagte Chefcoach Andreas Gentz. Neben dem Titel verbuchte das Leichathletik-Team fünf weitere Platzierungen unter den Top 10. Rigau lief zusätzlich zu seinem 400m-Titel mit Jens Faßbender, Thomas Demmer und Martin Kautsch in der 4x200m-Staffel in  1:25,94min auf den vierten Platz. Eine der 20 besten Staffelzeiten, die in Deutschland überhaupt jemals in der Halle gelaufen wurden.

Bei den Frauen sorgten die Staffeln ebenfalls für die besten Platzierungen. Auch ohne Topsprinterin Leena Günther liefen Frederike Hogrebe, Kim Schmitz, Marilena Scharff und Judith Nögel fast auf die Hundertstelsekunde so stark wie im Vorjahr. Nur diesmal reichten die 1:37,59 nicht zu Platz zwei sondern vier. Die zweite Staffel mit Annika Huijbregts, Lara Hoffmann, Caro Schempp und Nadiya Koyuncu lief in ebenfalls guten 1:39,77 auf den siebten Platz. Den belegte auch die A-Jugendliche Alexandra Plaza im Hochsprung der Frauen. Mit übersprungen 1,80m hinterließ sie einen starken Eindruck und legte zu ihrem Bronzeplatz vor Wochenfrist bei der Jugend-DM noch zwei Zentimeter drauf. Über 400m bestätigte Frederike Hogrebe mit Platz neun und 55,67s ihre gute Hallenform, Kim Schmidt lief in 56,92s auf Platz 15.

[cs,
Foto: Beautiful Sports]

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