Köln | Die „Task-Force Flüchtlingsunterbringung“ der Stadt Köln konnte jetzt kurzfristig mehr als 100 zusätzliche Unterbringungsplätze für Asylbewerber und unerlaubt eingereiste Personen verwirklichen. Das teilte die Stadt schriftlich mit. Das Amt für Wohnungswesen habe ein weiteres preiswertes Hotel für die Aufnahme dieser Personen gewinnen können, so die Stadt.

Damit sollen die beiden von der Stadt Köln betriebenen Notaufnahmeneinrichtungen entlastet werden. Insbesondere will die Stadt damit die Belegung der Flure in der Herkulesstraße weitestgehend abbauen. Zurzeit sind dort noch rund 70 Personen in Flurbereichen und Flurendstücken untergebracht. In den nächsten Tagen sollen die Umzüge erfolgen.

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Trotz der jetzt bereitgestellten Unterbringungsplätze sind in Köln nach wie vor die Kapazitäten für die Aufnahme von Flüchtlingen völlig ausgeschöpft. Zurzeit sind von der Stadt Köln insgesamt rund 2.700 Asylbewerber und unerlaubt Eingereiste in Wohnheimen, Hoteleinrichtungen und in den beiden Notaufnahmeeinrichtungen untergebracht.

Allein im Monat September kamen 367 Personen nach Angaben der Stadt nach Köln. Ursprünglich seien beide Notaufnahmen nur für die kurzfristige Unterbringung von nicht der Stadt Köln „zugewiesenen“ Personen vorgesehen gewesen, die mit Gemeinschafts-verpflegung versorgt werden, so die Stadt. Aus Mangel an anderen Unterbringungskapazitäten müssten hier jedoch vorübergehend auch Asylbewerber untergebracht werden, die länger in Köln bleiben. Wohncontainer mit Sanitärbereichen stünden dort zusätzlich vorübergehend zur Verfügung.

Die Notwendigkeit zum Ausbau weiterer Etagen des früheren Straßenverkehrsamtes besteht laut Stadt nach wie vor unverändert, da der Zuzug von Familien und Einzelpersonen weiter anhält.

Parallel dazu sollen durch die von OB Roters eingesetzte Task-Force weiter Grundstücke und Objekte geprüft werden. Dabei habe die Errichtung von Einrichtungen durch Neubau oder Umbau für eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen gemäß den vom Rat der Stadt Köln beschlossenen Leitlinien höchste Priorität. Nach wie vor nehme man realistische Angebote von Immobilienbesitzern gern entgegen, so die Stadt Köln.

Autor: dd
Foto: Die Stadt Köln will eine Belegung der Flure in der Herkulesstraße weitestgehend abbauen (Symbolfoto).

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