Köln | aktualisiert | Eine „Südafrikanische Korallenschlange“ ist einem Besitzer mehrerer Schlangen in einem Sülzer Mehrfamilienhaus entwichen und das schon gestern. Das rund 20 Zentimeter lage und dünne Tier wird jetzt auch von der Kölner Feuerwehr gesucht, das Mehrfamilienhaus in dem der Schlangenfreund lebt ist evakuiert. Noch ist die Schlange flüchtig und die Feuerwehr Düsseldorf leistet in Köln Amtshilfe. Die Schlange wurde in der „Wohnung des Reptilienbesitzers“ um 20:25 Uhr eingefangen, so die Stadt Köln.

Es soll sich um ein sechs Monate altes Jungtier handeln, so die Stadt Köln. Die Kölner Feuerwehr vermutet, dass sich das Tier noch in der Wohnung befindet. Dennoch ließ sie sicherheitshalber das Gebäude evakuieren und die Stadt Köln meldet, dass die Bewohnerinnen und Bewohner anderweitig unterkamen.

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Die von der Feuerwehr hinzugezogenen Schlangenexperten gehen von eher wenig Nervengift das bei einem Biss freigesetzt werde aus, da das Tier noch so jung sei. In der Wohnung werden 12 Schlangen gehalten. Die Stadt Köln schreibt: „Die Haltung der Schlangen in der Wohnung wird durch das Veterinäramt der Stadt Köln als vorbildlich bewertet.“

Düsseldorfer Feuerwehr in Köln im Einsatz

Die Feuerwehr Düsseldorf besitzt eine Fachgruppe Reptilien, die derzeit in dem Kölner Haus im Einsatz ist und die Kölner unterstützt. Die Feuerwehr versiegelte die Wohnung und kontrollierte im Umfeld des Hauses. Von den Einstzkräften heißt es, dass davon ausgegangen werden kann, dass sich das Tier noch in der Wohnung befinde und dort verstecke.

Die Einsatzkräfte suchen jetzt systematisch und streuen Mehl aus, um eventuelle Kriechspuren der Schlange zu erkennen. In verschiedenen Räumen seien Kriechsperren ausgebracht worden, um das Tier daran zu hindern in andere Räume zu wechseln. Mit Kamera- und Endoskopietechnik durchsuche man schwer zugängliche Bereiche. Zudem haben die Einsatzkräfte Wärmequellen und Futterfallen ausgebracht, um die „Südafrikanische Korallenschlange“ anzulocken.

Die Feuerwehr schließt eine Gefahr für Anwohner aus, da es sich bei der Schlange um ein wechselwarmes Tier handele. Im Freien falle das Tier, so Experten, wahrscheinlich in eine Kältestarre und würde verenden. Die in der Wohnung eingesetzten Beamten tragen Schutzkleidung.

Dennoch sei Kontakt mit der Giftnotrufzentrale in München aufgenommen worden, um bei einem Biss vorbereitet zu sein. Zudem sei ein Krankenhaus auf einen womöglichen Notfall vorbereitet worden. Die Stadt Köln schreibt: „Ein geeignetes „Gegengift“ steht für den Giftstoff nicht zur Verfügung. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, gegebenenfalls unter Nutzung eines verwandten Gegengifts je nach Zustand.“

Feuerwehr hat Wohnung verlassen

Um 18 Uhr haben die Einsatzkräfte die Wohnung verlassen und auch die Nachbarwohnung, wie die des Schlangenbesitzers präpariert. Noch immer sei davon auszugehen, dass sich die Schlange in der Wohnung befinde. Die Feuerwehr hofft, dass sich das Tier „vorwage“ wenn keine Menschen mehr in der Wohnung seien. Es soll einen weitere Kontrolle stattfinden.

Die Bewohnerinnen und Bewohner können die Nacht nicht im Haus verbringen und die Polizei versiegelte das Mehrparteienhaus an der Luxemburger Straße.

Auf dem Weg zum Futter gefangen

Die kleine Giftschlange scheint hungrig gewesen zu sein, denn die Beamten der Feuerwehr fanden sie auf dem Weg zu einer Futterstelle schon bei ihrem ersten Kontrollgang. Die Stadt schreibt: „Sie war gerade auf dem Weg zu einer der aufgestellten Futterfallen und befand sich im Flur der Wohnung, Kriechrichtung Wohnungstür. Dem Besitzer der Schlange wurde aufgegeben, die Sicherheit seiner Terrarien zu überprüfen – was bereits erfolgt ist.“

Autor: red
Foto: Symbolfoto: Bei dem Einsatz in Köln ist auch die Düsseldorfer Feuerwehr eingesetzt. Das Foto zeigt ein Feuerwehrfahrzeug aus Düsseldorf.

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