Das Pressefoto zeigt den Eingang der Kölnmesse Nord. | Foto: Kölnmesse

Köln | Es ist Pandemiezeit und Messen hat das Land NRW aktuell untersagt. Dennoch blicken die Macher der Kölnmesse optimistisch auf das gerade beginnende Messejahr 2022. 64 Veranstaltungen plant das städtische Unternehmen in den kommenden 12 Monaten, darunter zwei Premieren.

Die Planungen für 2022

43 Veranstaltungen sind für Köln geplant und 21 im Ausland. Diese Zahlen beinhalten Eigen- und Gastveranstaltungen. Für Köln planen die Messeprofis zwei Premieren: Die Anuga Horizon soll als neue Innovationsplattform für die Foodbranche etabliert werden. Der Zukunft der Mobilität im städtischen Umfeld widmet sich die neue Messe polisMOBILITY, die erstmals im Mai stattfinden soll. Diese soll nicht nur im Messeumfeld, sondern in der ganzen Stadt sichtbar werden.

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Auf zwei Kontinenten startet die Kölnmesse zudem neue Angebote. Auf dem asiatischen Kontinent bieten die Kölner Messeprofis erstmal die ISM Japan und die Orgatec Tokyo an. In Nordamerika geht in Chicago die h+h americas, für die Handarbeitsbranche on Air.

Trotz des wirtschaftlichen Einbruchs,  verursacht durch die Pandemie, will die Kölnmesse an ihrem Investitionsprogramm Kölnmesse 3.0 festhalten. Bis 2024 soll die Kongress- und Eventlocation Confex fertiggestellt sein. Festhalten will die Messeleitung an der Planung und den Bauarbeiten am Ost/West-Boulevard. Diese sollen 2022 beginnen. Für finanziellen Spielraum sorgen soll die Verschiebung von Hallensanierungen, die Gestaltung der Freiräume und die Fassadensanierung. Damit werde der finanzielle Spielraum um einen zweistelligen Millionenbetrag erhöht, so das Unternehmen.

Messechef Gerald Böse in einem schriftlichen Statement des Unternehmens: „Damit behalten wir das Heft des Handelns in der Hand. Es ist die Aufgabe, uns im Sinne unserer Kunden und des Messe- und Kongressplatzes Köln auch in ungewissen Zeiten bestmöglich auf die Fortsetzung des weltweiten Messegeschäfts vorzubereiten. Die Pandemie hat die globale Messewirtschaft vor große Herausforderungen gestellt. Bereits bestehende Entwicklungen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Kontinentalisierung wurden beschleunigt und erfordern unser strategisches Handeln. Dazu gehören weiterhin die Pflege und Erweiterung des Veranstaltungsportfolios, konsequente Kundenorientierung, der Ausbau digitaler Produktangebote und hybrider Veranstaltungen sowie die Intensivierung unserer Internationalisierung.“

Das Messejahr 2021

Die Kölnmesse spricht von deutlichen Umsatzrückgängen und hohen Verlusten in 2021. Den Re-Start im Herbst wertet das Unternehmen positiv und geht davon aus, dass sich das Geschäft weiter stabilisiert. Auch wenn aktuell durch die Omikron-Variante das Messegeschäft wieder eingeschränkt wird. Von 68 geplanten Messen in 2021 fanden lediglich 34 statt. Der Umsatz in 2021 wird mit rund 130 Millionen Euro angegeben und damit ein Verlust im hohen zweistelligen Millionenbereich festgestellt. Trotz der Verluste sei die wirtschaftliche Substanz des Unternehmens weiterhin tragfähig. Die Kölnmesse schreibt: „Das Eigenkapital ist dank des zu Pandemiebeginn sehr hohen Volumens von mehr als 250 Millionen Euro weiterhin ausreichend, die Liquidität ist in 2022 ebenfalls gesichert. Die Koelnmesse hat der Krisensituation mit Fortsetzung der Kurzarbeit bis August 2021 Rechnung getragen. Zum Jahresende waren 960 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Koelnmesse-Konzern beschäftigt: nach gezieltem Einstellungsstopp rund 40 weniger als im Vorjahr.“

Für 2022 plant das Unternehmen mit einem Umsatz von 250 Millionen Euro. Zum Vergleich: Vor Ausbruch der Pandemie lag dieser bei über 400 Millionen Euro.

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