Das neue Kongresszentrum soll 2024 eröffnet werden. Die neue Halle 1 wurde eingeweiht.

Köln | Zwei wichtige Schritte hat die Messe gestern Mittag bei der Umsetzung ihres Investitionsprogramms „Koelnmesse 3.0“ absolviert. Für das neue Kongresszentrum Confex wurde der Grundstein gelegt, die neue Halle 1 konnte nun eingeweiht werden. Sie wurde Ende 2020 planmäßig fertiggestellt. „Das Confex wird mit seinen baulichen und technischem Qualitäten eine Blaupause für Messeformate in der Post-Corona-Zeit darstellen und uns entscheidend bei der Positionierung in der künftigen Messewelt unterstützen“, sagt Messechef Gerald Böse, der sich freut, dass neben den rein digitalen Veranstaltungen am Standort Köln schon bald wieder hybride Messen mit Besuchern vor Ort an den Rhein kommen werden.

Werbung

Auch von der OB und Aufsichtsratsvorsitzende der Köln Messe, Henriette Reker, gibt es für das ambitionierte Projekt reichlich Lob. „Es ist richtig, jetzt antizyklisch zu investieren und in der Krise nicht aufzugeben. Wir setzen hier nicht nur den Grundstein für ein Gebäude, sondern den Grundstein für Köln als Kongressstandort in einer ganz neuen Dimension. Dieses neue Angebot hat uns bislang gefehlt, sodass wir Anfrage ablehnen mussten. Der Tag heute ist eine positive Nachricht für den Wirtschaftsstandort Köln und stimmt mich optimistisch. Es ist der richtige Weg, um der von der Pandemie betroffenen regionalen Wirtschaft wie der Gastronomie und der Hotellerie eine zusätzliche Perspektive zu geben.“

Confex für die Formate Messe, Kongress und Event

Das Confex kombiniert im neuen Gebäude die Formate Messe, Kongress und Event. Es soll Raum für neue Messe- und Kongressformate bieten sowie künftig hybride Veranstaltungen mit digitaler Bespielung ermöglichen. Die Räume bieten laut der Messe dank der modernen Technik und der verschieden großen Konferenzräume eine maximal große Flexibilität. Die Kongresskapazität in Deutz wird durch das Confex auf bis zu 5500 Personen erhöhen. So erhofft man sich möglichst viele neue Messen, Kongresse, Ausstellungen und weitere Events nach Köln holen zu können. Das gesamte Dach des Confex wird mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Das Gebäude wurde schon vor der Fertigstellung von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen mit der höchsten Kategorie Platin vorzertifiziert.

Die neue Messehalle 1 verfügt über eine Fläche von 10.000 Quadratmetern, sie ist 25 Meter hoch und 180 Meter lang. Genutzt wird sie zum Beispiel aktuell für die „Spielesause“ der Computerspiele-Messe Gamescom, die heute in einer rein digitalen Form beginnt. Sie verfügt künftig über einen direkten Anschluss zum neuen Confex, was neue flexible Messeformat möglich machen soll. Die neue Halle kann variabel geteilt und mit weiteren Halle auf dem Gelände verbunden werden.

Investitionen im Wert von 700 Millionen Euro

Insgesamt hat das Investitionsprogramm der Messe ein Volumen von 700 Millionen Euro. Es umfasst auch die Bestandssanierung der Südhallen und die Verbesserung der Verkehrs- und Parkraumsituation auf dem Messegelände. Es soll bis 2034 umgesetzt werden. Wegen der Einbußen in der Corona-Krise hatte man den Zeitplan gestreckt.

Autor: Von Stephan Eppinger
Foto: OB Henriette Reker und Messechef Gerald Böse (Mitte) bei der Legung des Grundsteins für das Fedex. Foto: Eppinger

Werbung