Der Kölner Rat

Köln | Manfred Giesen gewann das Direktmandat im Kölner Süden für die Stadtteile Godorf, Sürth und Weiß. Jetzt verzichtete Giesen auf sein Ratsmandat und gab dieses an Gerd Brust weiter. (report-K berichtete: https://www.report-k.de/gruener-gerd-brust-kehrt-in-den-koelner-stadtrat-zurueck/) Dies kritisiert die FDP im Kölner Süden und moniert, dass damit die Bürger*innen im Kölner Süden ohne Vertretung im Rat seien.

Nach der Kommunalwahl 2020 trat Manfred Giesen sein Ratsmandat im Kölner Stadtrat an und wurde gleichzeitig Bezirksbürgermeister in Rodenkirchen. Jetzt zog sich Giesen aus dem Kölner Stadtrat zurück und überließ sein Mandat Gerd Brust. Er will nur noch Bezirksbürgermeister in Rodenkirchen sein.

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Der Stadtbezirksvorsitzende der FDP im Kölner Süden, Joachim Heinemeyer, kritisiert den Mandatsverzicht und teilt mit: „Die Doppelbelastung aus dem Amt des Bezirksbürgermeisters und eines Ratsmandats fiel nicht vom Himmel, sondern war von vorneherein klar. Weshalb Herr Giesen nach der Kommunalwahl beide Ämter angenommen hat, nur um jetzt die Überforderung einzusehen, weiß nur er. Wir haben es von Beginn an kommen sehen und auch kritisiert.“

Die Liberalen empören sich darüber, dass die südlichen Stadtteile jetzt ohne politische Interessenvertretung im Kölner Rat dastehen. Dies betrifft vor allem Godorf, Sürth und Weiß. Heinemeyer: „Das bei der Kommunalwahl knapp gewonnene Direktmandat war und ist ein klarer politischer Auftrag der Wählerinnen und Wähler an Herrn Giesen. Dieses nun einfach abzulegen und die Bürgerschaft der südlichen Stadtteile ohne Ratsvertretung zu lassen, irritiert nicht nur mich.“ Die Liberalen fordern Giesen auf zu erklären, wie der den Bürger*innen in Godorf, Sürth und Weiß in Zukunft im Rat eine Stimme verleihen will.

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