Düsseldorf | Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die Beschäftigten der Kommunalverwaltungen besser schützen. Nun soll eine Studie vertiefende Erkenntnisse liefern.

Wie das zuständige NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung am heutigen Montag bekannt gab, soll die Gewerkschaft komba die Erhebung durchführen. Dabei sollenfür ausgewählte Kommunen konkrete Fallzahlen von Übergriffen auf Beschäftigte in den Verwaltungen erhoben werden. Nach Angriffen auf Polizeibeamte sowie auf Feuerwehr- und Rettungskräfte wolle man auch die Situation in den Kommunalverwaltungen unter die Lupe nehmen.

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„Der Respekt gegenüber hoheitlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat merklich abgenommen. Was für Angehörige der Polizei, der Feuerwehren und der Rettungsdienste gilt, gilt auch für Beschäftigte von Behörden allgemein: Angriffe und Respektlosigkeiten werden durch die Landesregierung auf das Schärfste verurteilt. Mit einer neuen Studie zu Gewalt gegen kommunale Beschäftigte schließen wir auf der einen Seite eine Erkenntnislücke, auf der anderen Seite erwarten wir hieraus generelle Handlungsempfehlungen für die kommunale Praxis“, betonte NRW-Ministerin Ina Scharrenbach.

Übergriffe wie sie mitunter in Jopcentern und Arbeitsagenturen vorgekommen sind, werden nicht gesondert in der Polizeistatistik erhoben. Erste Ergebnisse sollen allerdings erst im kommenden Jahr vorliegen. „Wir beobachten mit wachsender Sorge eine Verrohung im Umgang mit den Kommunalbeschäftigten. Diese Entwicklung ist nicht hinnehmbar. Die Studie trägt maßgeblich dazu bei, valide Zahlen über die Angriffe zu erhalten. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden Handlungsempfehlungen zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen erstellt“, so Andreas Hemsing, Landesvorsitzender der komba gewerkschaft nrw.

Autor: bfl
Foto: Der Respekt gegenüber hoheitlich arbeitenden Menschen scheint zu sinken. Nun soll eine Studie zu Übergriffen auf kommunale Beschäftigte neue Zahlen liefern.

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