Udo Lindenberg begeisterte mit zwei Konzerten in der Lanxess-Arena. Foto: Bopp

Köln | Drei Jahren mussten die Fans auf ihren Udo in Köln warten. Am Wochenende hatte Lindenberg dann endlich seine großen Auftritte in der Lanxess-Arena und feierte zwei begeisternde Konzerte vor mehr als 30.000 Besuchern in Köln.

Schon vor den Konzerten wurde Lindenberg in der Lanxess-Arena geehrt. Arena-Boss Stefan Löcher übergab dem Panikrocker für zwei ausverkaufte Konzerte den „Sold-out-Award“. „Udo ist seit vielen Jahren ein Freund des Hauses und ein immer wieder gern gesehener Stammgast. Es hat wieder richtig abgeliefert und wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen“, erklärte Löcher. „Er hat ja schon vor dem Konzert wie ein Wilder auf der Bühne getanzt.“

Und Lindenberg war froh, mal wieder im Rheinland zu sein. „Zwei Mal eine volle Hütte in Köln. Das geht so richtig ab. Köln ist die Panikhauptstadt.“ Der 76-Jährige war voller Energie und legte während seiner „Udopium-Tour“ eine große Show auf der Bühne hin. Politisch, provokativ, sexy, typisch Udo eben!

Stefan Löcher (2.v.l), Chef der Lanxess-Arena, übergibt Udo Lindenberg den Sold-out-Award. Foto: Bopp

Zusammen mit seinen Panikrockern sang er Hit an Hit. „Honky Tonky Show“, „Mein Ding“, „Cello“, „Kompass“, „Horizont“, „Sonderzug nach Pankow“ oder „Alles klar auf der Andrea Doria“ sorgten für beste Unterhaltung und die Fans feierten dabei ihr Idol frenetisch. „Ihr habt uns einen geilen Empfang bereitet. Es geht hier ab wie ein Zäpfchen“, sagte Lindenberg und genoss nach „Cello“ erstmal einen Eierlikör. Udo: „Einen kleinen auf die Goldenen Zeiten.“

Udo Lindenberg sorgt sich um Zukunft der Kinder

Dann wurde es politisch. Der Krieg in der Ukraine war ein großes Thema. „Es geht um die Zukunft der Kinder in der Ukraine, in Russland, in Europa und der ganzen Welt“, betont der Panikrocker und stimmte mit dem Kinderchor „Kids on stage“ „Wozu sind Kriege da“ und „Wir ziehen in den Frieden an“.

Udo Lindenberg tanzte wie ein junger Hüpfer auf der Bühne der Lanxess-Arena herum. Foto: Bopp

Aber auch die katholische Kirche wurde kritisiert. „Jeden Tag ne gute Tat, wir lockern jetzt das Zölibat“, scherzte Lindenberg und legte mächtig nach. „Es gibt bei uns auch viele Schweinepriester. Die liegen lieber in der Hängematte, als den Missbrauch in der Kirche aufzuklären.“

Und setzte auf der Bühne ein Statement. Beim Cover des Klassikers von Heinz Rühmann „Ich brech die Herzen der stolzesten Frauen“, kam er mit Nonnen auf die Bühne, verheiratete im Priestergewand einen Mann mit einem Mann und eine Frau mit einer Frau und schrie ins Mikro: „Liebe hat viele Variationen und viele schöne Gesichter.“

Nach über zwei Stunden schwebte Lindenberg dann bei „Odyssee“ von der Bühne. Aber nicht, ohne ein Versprechen zu geben. „Freunde, wir sehen uns ganz bald wieder.“ Die Fans hoffen, dass sie nicht wieder drei lange Jahre auf ihren Udo warten müssen!